GaLaBau: Branchenstatistik 2021 zeigt deutlichen Aufwärtstrend

Veröffentlichungsdatum: , Daniela Sickinger / TASPO Online

Der GaLaBau ist ein beliebter Arbeitgeber und konnte 2021 Zuwächse bei den Arbeitskräften verzeichnen. Auch die Zahl der Auszubildenden nahm zu. Foto: BGL

Mehr Umsatz, mehr Mitgliedsbetriebe, mehr Arbeitskräfte – die GaLaBau-Branche ist weiter auf Wachstumskurs, wie die jetzt vom Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) vorgelegte Jahresstatistik 2021 zeigt. Ein neues Rekordniveau hat unter anderem der Branchenumsatz im bayerischen GaLaBau erreicht, wie die parallel veröffentlichte Jahresbilanz des VGL Bayern belegt.

Umsatz im GaLaBau steigt ein weiteres Jahr in Folge

Seit 2009 steigen die Umsätze im Garten- und Landschaftsbau beständig an – so auch im vergangenen, zweiten Pandemie-Jahr. Der Branchenstatistik des BGL zufolge stieg der Umsatz 2021 auf insgesamt 9,68 Milliarden Euro, was einem Plus von über drei Prozent beziehungsweise 300 Millionen Euro gegenüber 2020 entspricht. 62 Prozent des Jahresumsatzes wurden dabei laut BGL von den über 4.200 Mitgliedern der GaLaBau-Verbände erwirtschaftet.

Wachsende Zahl an Betrieben und Arbeitskräften

Zuwachs verzeichnete die Branche 2021 auch bei der Zahl der Betriebe und der Beschäftigten. Insgesamt gab es im vergangenen Jahr 19.083 GaLaBau-Unternehmen (2020: 18.696). Davon waren 4.207 Mitglieder des BGL, womit die Landesverbände letztes Jahr 88 neue Mitglieder gewinnen konnten. Ebenfalls gestiegen ist die Zahl der Garten- und Landschaftsbau-Betriebe, die nicht Verbandsmitglied sind – von 14.577 (2020) auf 14.876.

Arbeitskräfte zählte die Branche im vergangenen Jahr insgesamt 129.252 (2020: 123.678), 7.637 junge Menschen machten 2021 eine Ausbildung zum Landschaftsgärtner oder zur Landschaftsgärtnerin, was gegenüber dem Vorjahr – Ende 2020 waren es 7.458 GaLaBau-Azubis – eine Zunahme von rund 2,4 Prozent bedeutet.

Nachhaltiges Wachstum im GaLaBau in Bayern

Ein seit mehreren Jahren nachhaltiges Wachstum bescheinigen die vom BGL bundesweit erhobenen Daten unter anderem dem GaLaBau in Bayern. Demnach hat sich der Branchenumsatz im Freistaat seit 2011 nahezu verdoppelt, was zusätzlich noch durch die Corona-Pandemie unterstützt wurde, wie der Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (VGL) Bayern dazu ausführt. Aufgrund der eingeschränkten Mobilität hätten in den vergangenen zwei Jahren vor allem viele Eigenheimbesitzer verstärkt in die Neu- oder Umgestaltung ihrer Außenanlagen investiert, der Umsatz der bayerischen GaLaBau-Betriebe habe dadurch 2021 wiederholt ein „beachtliches Wachstum“ verzeichnet und sei auf den neuen Höchststand von 1,345 Milliarden Euro gestiegen, wie der bayerische Landesverband erklärt. Zum Vergleich: 2020 hatte der Branchenumsatz in Bayern 1,295 Milliarden Euro betragen, 2011 lag er noch bei 710 Millionen Euro.

Privatkundensegment „wirtschaftliches Standbein der Branche“

Als „wirtschaftliches Standbein der Branche“ habe sich dem VGL Bayern zufolge abermals das Privatkundensegment erwiesen, das im vergangenen Jahr 60 Prozent des Gesamtumsatzes ausmachte und gegenüber 2020 noch um zwei Prozentpunkte zugelegt habe. Gesunken sei dagegen der Anteil der öffentlichen Auftraggeber, der im vergangenen Jahr bei 17 Prozent lag und damit zwei Prozent geringer war als 2020. Die weiteren Umsatzanteile verteilten sich im vergangenen Jahr laut VGL wie folgt:

  • Wohnungsbau – elf Prozent
  • Industrie – sechs Prozent
  • Generalunternehmer und Sonstige – sechs Prozent

Zahl der Mitgliedsbetriebe im VGL Bayern nimmt ebenfalls zu

Positiv entwickelte sich beim VGL Bayern im vergangenen Jahr auch die Zahl der Mitglieder: Wie der Landesverband ausführt, waren ihm zum 31. Dezember 662 ordentliche und außerordentliche Mitgliedsbetriebe angeschlossen (Oberbayern 277, Schwaben 80, Mittelfranken 78, Niederbayern 73, Unterfranken 59, Oberpfalz 48 und Oberfranken 47), während es ein Jahr zuvor 624 waren. Insgesamt waren dem VGL zufolge im vergangenen Jahr in Bayern 2.663 Betriebe im Garten- und Landschaftsbau tätig, wobei die im Landesverband organisierten Fachbetriebe mit 890 Millionen Euro den Löwenanteil des Jahresumsatzes erwirtschaftet hätten. Darüber hinaus gehören dem VGL Bayern noch 68 Förder- und 20 Seniorenmitglieder sowie acht Ehrenpräsidenten und Ehrenmitglieder an.