Grüne Branche

GaLaBau-Report: BGL kritisiert EU-Richtlinie "Optische Strahlung"

Existenz bedrohende Belastungen sehen die Garten- und Landschaftsbau-Unternehmer auf sich zukommen. Auch bei der zweiten Lesung des Entwurfes für die geplante EU-Richtlinie "Optische Strahlung" hagelte es Kritik gegenüber dem aus ihrer Sicht völlig überzogenen Richtlinienwerk. Die zuständigen Fachminister aus den EU-Mitgliedsstaaten hatten die Richtlinie aber bereits ohne maßgebliche Korrekturen passieren lassen. Daher machte der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) jetzt gemeinsam mit der European Landscape Contractors Association (ELCA) erneut mit Nachdruck in Brüssel seine ablehnende Haltung deutlich. Die Beschäftigten vor schädlicher Sonneneinstrahlung im Freien zu schützen, sei zwar wichtig - dies dürfe aber nicht zu einer völligen Unkalkulierbarkeit von Arbeitsabläufen führen. BGL-Präsidiumsmitglied Egon Schnoor zeigte im Gespräch mit dem EU-Industriekommissar Günter Verheugen und anderen EU-Parlamentariern auch im Namen der ELCA die Sorgen und Belange mittelständischer Unternehmen aus deutscher Sicht auf. Schnoor mahnte in dem Zusammenhang den von der Europäischen Union selbst in Aussicht gestellten Bürokratie-Abbau an. Außerdem unterstrich das BGL-Präsidiumsmitglied die Bedeutung einer "Folgenabschätzung für europäische Regelungen". Nach der geplanten "EU-Richtlinie zum Schutz von Sicherheit und Gesundheit der Arbeitnehmer vor der Gefährdung durch optische Strahlung" sollen Arbeitgeber das individuelle Gefährdungspotenzial durch Sonneneinstrahlung für jeden Beschäftigten ermitteln und entsprechende technische wie organisatorische Maßnahmen ergreifen, damit die Arbeitnehmer nicht über das individuell festgesetzte Maß hinaus einer Belastung durch Sonnenstrahlen ausgesetzt werden. Das kann gegebenfalls in der Praxis bedeuten, der Arbeitgeber muss für Sonnenschutz oder alternative Arbeitsverfahren sorgen. Der BGL fürchtet dadurch einen unvertretbar hohen Aufwand.