Grüne Branche

GaLaBau-Report: EU plant Richtlinie zum Schutz vor optischer Strahlung

Der Entwurf für eine EU-Richtlinie über Mindestvorschriften zum Schutz von Sicherheit und Gesundheit der Arbeitnehmer vor der Gefährdung durch physikalische Einwirkungen (optische Strahlung) stößt beim Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) auf strikte Ablehnung. Diese Richtlinie soll Schädigungen durch Einwirkung von ultravioletter, infraroter und sichtbarer Strahlung auf Beschäftigte am Arbeitsplatz verhindern. Allerdings gilt dieser Entwurf nicht nur für Arbeitsplätze, an denen beispielsweise mit Laserstrahlung gearbeitet wird, sondern auch für Tätigkeiten im Freien, bei denen die Arbeitnehmer besonders in den Sommermonaten der natürlichen Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind. Die Richtlinie fordert, dass der Arbeitgeber eine Risikobewertung vornimmt, inwieweit der Arbeitnehmer der - im Falle des GaLaBaus - der natürlichen optischen Strahlung ausgesetzt ist, diese dokumentiert und im Falle einer Gefährdung ein Aktionsprogramm mit technischen und/oder organisatorischen Maßnahmen ausarbeitet und durchführt. Der BGL kritisiert den bürokratischen Aufwand, der mit der Umsetzung der Richtlinie auf die Betriebe zukäme. Außerdem fürchtet er eine untragbare Beeinträchtigung des Geschäftsablaufs besonders kleiner und mittlerer GaLaBau-Betriebe, wenn verlangt werde, „dass zur Verringerung der Gefährdung von Arbeitnehmern durch optische Strahlung an Arbeitsplätzen im Freien alternative Arbeitsverfahren umgesetzt werden müssen“, so Präsident Werner Küsters in einer Stellungnahme seines Verbandes.