Grüne Branche

GaLaBau: Tarifgespräche enden ohne Ergebnis

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Für die Beschäftigten im Garten- und Landschaftsbau ist vorerst noch kein neuer Lohn- und Gehaltstarif in Sicht. Die Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter trennten sich nach der ersten Gesprächsrunde ohne Ergebnis.

Die IG BAU fordert für die Beschäftigten im Garten- und Landschaftsbau höhere Löhne und Gehälter. Foto: juefraphoto/Fotolia

Dabei machte die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) ihre Forderungen für die Landschaftsgärtner deutlich – und beruft sich dabei auf die „gute wirtschaftliche Situation der Branche“.

IG BAU will höhere Löhne und Gehälter im GaLaBau

Entsprechend will die Gewerkschaft bei den Stundenlöhnen eine Erhöhung von einem Euro und bei den Gehältern ein Plus von je 169 Euro. Zudem sollen „weitere Schritte zur Angleichung der Einkommen Ost auf das Niveau der Westeinkommen“ unternommen werden, wie die IG BAU von den Arbeitgebern im GaLaBau fordert.

Ebenfalls auf der Wunschliste der Arbeitnehmervertreter steht die Streichung der untersten Lohngruppe 7.6, die für einfachste Tätigkeiten im Garten- und Landschaftsbau vorgesehen ist, sowie der Lohngruppe 4.2b, die bislang bis 18 Monate nach der Ausbildung greift.

Auch Ausbildungsvergütungen im GaLaBau sollen steigen

Für angehende Landschaftsgärtner generell will die IG BAU einen Anstieg der Ausbildungsvergütungen um jeweils 86 Euro erreichen. Außerdem soll nach dem Willen der Gewerkschaft die Altersgrenze in Bezug auf die Vergütungshöhe für unter und über 18-jährige Auszubildende wegfallen.

Bei der Arbeitgeberseite stieß die IG BAU damit allerdings auf taube Ohren. „Trotz der herausragenden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bezeichnen die Arbeitgeber die Forderungen als viel zu hoch“, teilt die Gewerkschaft zum Scheitern der ersten Tarifgespräche am 1. September mit.

Nächste Tarifrunde im GaLaBau für Ende September angesetzt

Gesprächsbereit hätten sich die Arbeitgeber allerdings hinsichtlich einer Vereinheitlichung der Ausbildungsvergütungen sowie einer moderaten Erhöhung der Löhne und Gehälter gezeigt, so die IG BAU. Grundsätzlich denkbar seien für die Arbeitgeberseite demnach außerdem die weitere Angleichung der Ost-/West-Einkommen sowie eine „überproportionale Anhebung der Lohngruppe 7.6“, nicht aber deren Streichung.

Vor diesem Hintergrund sollen die Tarifgespräche laut IG BAU am 29. September in die nächste Runde gehen.