Grüne Branche

GaLaBauReport: Ein-Euro-Jobs überfluten Arbeitsmarkt

Jahrzehntelang waren es die ABM-Kräfte, und trotz intensiven Bemühens bleiben jetzt die Ein-Euro-Jobber immer noch im Fokus der Kritik. Den Missbrauch mit Gemeinwohl-Arbeitsplätzen dem NRW-Landesverband zu melden, appellierte Geschäftsführer Michael Gotschika an die GaLaBau-Mitgliedsbetriebe.

Es komme jetzt darauf an, wie die Politik und die Verwaltung in den jeweiligen Kommunen mit diesen Gemeinwohl-Arbeitsplätzen umgehen. Insgesamt gibt es in Nordrhein-Westfalen allgemein momentan 42000 Gemeinwohl-Arbeitsplätze in Form der so genannten Ein-Euro-Jobs. Davon entfallen allein 12400 auf den Bereich GaLaBau. Generell zu akzeptieren wären allerdings eigentlich nur zehn Prozent von allen Landschaftsgärtnern, nämlich 15500, die regulär in den Fach-Unternehmen tätig sind. Das würde etwa 1550 Gemeinwohl-Arbeitsplätzen entsprechen.

Würde man diese Zahlen auf das Handwerk übertragen, so Gotschika, müssten hier eigentlich über 50000 Ein-Euro-Jobber tätig sein, tatsächlich sind es aber nicht einmal 10000.

Er rief die Landschaftsgärtner auf, eventuellen Missbrauch der Verbandsgeschäftsstelle zu melden, da sie vor Ort die Situation und Beteiligten besser kennen. Nur so könne der Verband wirtschafts- und arbeitsmarktpolitisch besser argumentieren.