Grüne Branche

GaLaBauReport: Tarifverhandlungen im GaLaBau gescheitert

Am vergangenen Freitag hat die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) die Tarifverhandlungen für 80 000 Beschäftigte im Garten- und Landschaftsbau nach der neunten Verhandlungsrunde für gescheitert erklärt. Nicht einig wurden sich die Tarifparteien über die Höhe des Lohnanstiegs. Egon Schnoor, Verhandlungsführer des Bundesverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL), zeigte sich enttäuscht über das Ergebnis. Eigentlich seien sich die Tarifpartner bis auf die Lohnhöhe einig. Das Arbeitgeber-Angebot umfasste 1,7 Prozent Lohnerhöhung in 2006 sowie eine Erhöhung der Sonderzahlung um rund 160 Euro im Jahr. Es sah außerdem für 2007 eine Lohnerhöhung von 1,3 Prozent vor. Der Verhandlungsführer der Arbeitgeber resümierte: "Die Umsätze im Garten- und Landschaftsbau sind 2005 im dritten Jahr in Folge gesunken. In den ersten drei Monaten dieses Jahres waren die Betriebe erneut mit witterungsbedingtem Arbeitsausfall und mangelnden Arbeitsmöglichkeiten konfrontiert. Wir sind mit unserem Angebot schon bis an die Schmerzgrenze gegangen." Aus Sicht der Gewerkschaft kommentierte Tom Lanzendörfer von der IG BAU die gescheiterten Verhandlungen: Als Ausgleich für mehr Lohn hatte sich die IG BAU nach eigenen Worten trotz ungekündigten Rahmentarifvertrages auf eine Verhandlung über flexiblere Arbeitszeit-Regelungen eingelassen, beispielsweise eine Jahresarbeitszeit und eine nur durch den gesetzlichen Rahmen begrenzte Wochenarbeitszeit akzeptiert. Diese Flexibilisierung sollte flankiert werden von einer besseren Absicherung der Konten gegen Insolvenz, so die Gewerkschaft. Aber bei der Erhöhung des Entgelts habe sich die Arbeitgeberseite so starr gezeigt, dass für die auf Arbeitnehmerseite erheblichen Nachteile durch neue Arbeitszeitregelungen kein Gegenwert gegenüberstand. Die IG BAU habe 3,9 Prozent mehr Lohn und Gehalt gefordert. Das Angebot der Arbeitgeber sei unter zwei Prozent geblieben. Dabei habe die lange Wartezeit von 36 Monaten ohne Lohnentwicklung keinen Niederschlag gefunden. Am 10. März wird die IG BAU das Ergebnis intern beraten und über die weitere Vorgehensweise entscheiden. Denkbar ist laut Lanzendörfer, auf die Landesverbände der Arbeitgeber zuzugehen und auf dieser Ebene zu Abschlüssen zu kommen. Er hofft aber, dass die noch ausstehende Frage des Saison-Kurzarbeitergeldes, einer Variante