Grüne Branche

GAP-Zertifizierung: der weitere Ablauf

Im September 2013 läuft die BdB-Anerkennung nach dem alten Modell endgültig aus. Die neue GAP-Zertifizierung mit Zusatzqualifikation ist beschlossen und soll ab Sommer 2013 starten. Über die Inhalte der GAP-Zertifizierung in Baumschul-Unternehmen informierte in Goslar der Baumschul-Berater der Landwirtschaftskammer NRW, Kai Mayers, die Zusatzqualifikation, früher bekannt als „Add-on Pflanze“, erläuterte Heinrich Gerstenkorn.

Der weitere Ablauf sieht das Einarbeiten der notwendigen Änderungen und Ergänzungen in das Regelwerk vor. Beauftragt wird auch die Gestaltung einer neuen Wort-Bild-Marke.

Weiterhin müssen unterstützende Hilfsmittel für den Ablauf und die Durchführung der Prüfungen erstellt werden, beispielsweise Excel-Dateien. Und es müssen sich die unabhängigen Zertifizierer inhaltlich abstimmen, damit bundesweit einheitlich geprüft werden kann. Weiterhin bedarf es einer konkreten Angebotsübersicht für die Zusatzqualifikation Pflanze.

Bis zur BdB-Sommertagung 2013 in Bad Zwischenahn sollen alle Rahmenbedingungen für die Durchführung einer Prüfung komplett sein. Ab Mitte 2013 können dann die Prüfungen beginnen. Begleitend soll eine Marketingstrategie entwickelt werden, informierte auch BdB-Geschäftsführer Helmuth G. Schwarz. So könne man die GAP-Zertifizierung dann auch gezielt bei den Mitgliedern bewerben und die Öffentlichkeit informieren.

Die Kosten sollen sich im Rahmen halten: mit etwa 200 bis 300 Euro pro Jahr für die GAP-Zertifizierung sowie einem Betrag zwischen 150 und 200 Euro pro Jahr bei der dreijährigen Anerkennung der Zusatzqualifikation Pflanze, grob geschätzt, bezogen auf zehn Hektar.

Unter der allgemeinen GAP-Zertifizierung können die Betriebe wählen zwischen GlobalGAP und MPS-GAP oder anderen Systemen. Mindeststandards müssen auf jeden Fall eingehalten werden, denn es ist der Begriff der „Guten Agrar-Praxis“.

Wichtig ist, dass sich viele Baumschulen beteiligen, wünscht sich der Verband. Bei etwa konstanten BdB-Mitgliederzahlen von rund 1.000 Betrieben sollten mindestens die jetzt 300 anerkannten Markenbaumschulen mitmachen, doch besser wäre, wenn 500 Betriebe sich dafür entschieden. (fri)