Grüne Branche

Garten-Zentrum Knecht gerettet

Das Garten-Zentrum Knecht, eine seit sieben Jahrzehnten bei Gartenfreunden über die Region hinaus geschätzte Institution, bleibt Karlsruhe erhalten. „Wir haben jetzt einen Investor gefunden, der den Betrieb in Karlsruhe-Rüppurr nicht nur übernimmt, sondern vom Pflanzen- und Dienstleistungsangebot her sogar noch ausbauen will. Auch die derzeit rund zehn Arbeitsplätze bleiben erhalten“, teilte Insolvenzverwalter Tobias Hoefer von der Kanzlei Hoefer/Schmidt-Thieme mit.

Der neue Investor ist die Erlebnisgärtnerei Floralive aus Au am Rhein (frühere Gärtnerei Bauer), die seit acht Jahren von Gärtnermeister Joachim Pierza geführt wird. „Floralive und Knecht ergänzen sich ideal. Wir können Gartenfreunde damit in Zukunft das ganze Jahr über mit neuen Pflanzangeboten bedienen und unsere Dienstleistungen insbesondere auf dem Gebiet der Landschaftsgärtnerei ausbauen“, so Geschäftsführer Pierza. Die Garten-Zentrum Knecht GmbH hatte im Gefolge von strukturellen Problemen nach einer Übernahme durch eine branchenfremde Beteiligungsgesellschaft und aufgrund von Zinsbelastungen aus Altverbindlichkeiten im Februar 2011 Insolvenzantrag gestellt. Der vom Amtsgericht Karlsruhe bestellte Insolvenzverwalter und Sanierungsexperte Tobias Hoefer konnte trotz eines schwierigen Marktumfelds den Geschäftsbetrieb in der Folge nahezu ein halbes Jahr lang in vollem Umfang aufrechterhalten. Mit der Übernahme durch Floralive ist die Sanierung des alteingesessenen Karlsruher Gartenbaubetriebes nun erfolgreich abgeschlossen. Das Unternehmen hat sich in seiner rund 70-jährigen Geschichte überregional einen Namen gemacht und gilt mit einer Auswahl von über 1.000 Pflanzenarten als eine der führenden Staudengärtnereien in Deutschland. Floralive hat sich auf Zierpflanzenbau spezialisiert und beliefert den Großhandel in Deutschland mit einheimischen Qualitätsprodukten. Daneben zählen die Floristik sowie der Garten- und Landschaftsbau zu den weiteren Standbeinen des Unternehmens. „Unsere Hauptsaison war bisher Herbst/Winter, während Knecht seine Hauptumsätze vor allem im Frühjahr/Sommer tätigt. Unsere Hauptkunden sind Großhändler, Knecht bedient vor allem den Endkunden. Daher passen die beiden Betriebe sehr gut zusammen, und wir können unsere Angebote an den jeweiligen Standorten entsprechend ideal ergänzen“, betont Pierza.