Grüne Branche

Gartenbau: Andreas Lohff bleibt GVN-Präsident

Andreas Lohff wurde während des 8. Norddeutschen Gartenbautags in Grevesmühlen in seinem Amt als Präsident des Gartenbauverbands Nord bestätigt. Zugleich formulierte der Verbandspräsident fünf Eckpunkte für den grünen Wirtschaftszweig.

Die Verbandschefs der Bundesländer Thomas Heinemann (li.), Dr. Hans Hermann Buchwald sowie Andreas Kröger (re.) gratulieren Andreas Lohff zur Wiederwahl. Foto: GVN

90 Prozent der anwesenden Mitglieder des Ewerbsgartenbaus Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern gaben Andreas Lohff ihre Stimme. Er geht somit für den Verband, der aus 400 Mitgliedsbetrieben besteht, in seine sechste Amtszeit.

Lohff sieht die folgenden fünf Punkte als zentrale Themen der künftigen Verbandsarbeit:

  1. Wertschätzung des Verbrauchers gegenüber gärtnerischen Produkten und Dienstleistungen stärken
  2. Fachkräfte von morgen für den Gartenbau begeistern
  3. Pflanzenschutzmittelzulassung harmonisieren
  4. Investitionsprogramm Energieeffizienz im Gartenbau weiterführen
  5. Torfeinsatz im Gartenbau nicht ideologisieren, nach Verbrauchergerechten Lösungen suchen

Wertschätzung für gärtnerische Produkte und Dienstleistung

„Es ist höchste Zeit jetzt den Verbraucher zu informieren und Transparenz zu zeigen. Ich glaube daran, dass sich unsere nachhaltige, regionale Produktion bei vielen Verbrauchern durchsetzen kann“, so Lohff. Eine wichtige Rolle spiele die langjährige Aktion „Pflanze des Jahres im Norden“. So würde der Verbraucher direkt in die heimischen Betriebe gelotst und könne die Produkte mit allen Sinnen erleben.

Nachwuchsgewinnung Gartenbau: Fachkräfte von morgen

Die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Nachwuchsarbeit bestehen in den Augen des Verbandspräsidenten bereits. Sie müssten nun nur noch von den Mitgliedsbetrieben umgesetzt werden. „Mein Appell geht auch an alle Berufskollegen. Nutzen Sie das Material unserer Kampagne. Sprechen Sie Ihre Kunden an und nutzen diese als Multiplikatoren für den Ausbildungsberuf Gärtner. Demnächst finden wieder in vielen Gartenbaubetrieben die diesjährigen Saisoneröffnungen statt. Eine hervorragende Plattform für die eigene Nachwuchswerbung“, so Lohff.

Harmonisierung der Pflanzenschutzmittelzulassung

Die Pflanzenschutzmittelzulassung müsse endlich harmonisiert und Lücken geschlossen werden. „Wir brauchen dringend die Verfügbarkeit wichtiger Produkte, damit der Gartenbau in Deutschland wettbewerbsfähig bleibt. Die politisch gewollte Produktion aus der Region für die Region wird es sonst nicht geben“, sagte der Verbandspräsident.

Fortsetzung des Investitionsprogramm für Energieeffizienz im Gartenbau

Seit Jahren sei die andauernde Steigerung der Energieeffizienz für den Gartenbau aus ökonomischen und ökologischen Gründen wesenetlicher Bestsandteil. „Die Politik kann diese Entwicklung durch geeignete Förderinstrumente maßgeblich unter-stützen und beschleunigen“, rief Lohff auf.

Torfeinsatz im Gartenbau

„Der Gartenbau kann noch nicht auf Torf verzichten“, sagte Lohff. Aktuell seien trotz großer Forschungsbemühungen für viele Anwendungen noch keine 100-prozentigen Alternativen verfügbar. „Eine Reduktion von Torf kann auch vom Gartenbau mitgetragen werden, sofern es einen verlässlichen Fahrplan gibt und produktions- und verbrauchergerechte Alternativen in ausreichendem Maße vorhanden sind“, so Lohff weiter. (ts)