Grüne Branche

Gartenbau-Betrieb Senden: Grünpflanzen aus Düren

, erstellt von

Düren, eine Stadt zwischen Köln und Aachen mit rund 90.000 Einwohnern, ist eher bekannt für Zuckerrüben als für tropische Grünpflanzen. Auf letztere haben sich die Brüder Karl-Heinz und Stefan Senden spezialisiert, die in ihrem Gartenbau-Betrieb ein breites Sortiment grüner Zimmerpflanzen, saisonal ergänzt um Beet- und Balkonpflanzen, produzieren. Karl-Heinz Senden führte uns durch die am Ortsrand gelegenen Gewächshäuser.

Nachfrage nach Grünpflanzen nimmt zu

Seit ein bis zwei Jahren ist eine zunehmende Nachfrage nach Grünpflanzen zu beobachten, sagt Senden. Zuvor hatte der Markt viele Jahre stagniert. Vielleicht ist durch die aktuelle Umweltdiskussion Grün in der Wohnung wieder mehr gefragt, vermutet der Unternehmer. Auch junge Leute scheinen wieder mehr Wert auf ein Wohnambiente mit pflanzlichen Accessoires zu legen – Stichwort „Urban Jungle“. Sowohl größere Solitärpflanzen als auch kleinere Exemplare für die Tischdekoration profitieren nach Sendens Erfahrung von diesem Umdenken der Verbraucher.

Der Vater der beiden Brüder hatte die Gärtnerei 1968 mit zwei Gewächshäusern gegründet und baute dort zunächst Schnittblumen an, stellte aber bis 1972 ganz auf Kroton um und behielt diese Kultur viele Jahre bei. Die Kroton-Stecklinge kamen aus Israel. 1992 schloss Karl-Heinz Senden (Jahrgang 1967) die Meisterschule ab und stieg als Angestellter in den Betrieb ein, ebenso sein Bruder Stefan (Jahrgang 1974). Sie erweiterten das Anbauprogramm um Beet- und Balkonpflanzen.

Senden-Brüder bauen Grünpflanzen-Programm sukzessive aus

2004 übernahmen sie den Betrieb und führten ihn als GbR weiter. Die Brüder erweiterten sukzessive das Grünpflanzen-Programm im Hinblick auf Menge und Sortiment, ebenso das Angebot an Beet- und Balkonpflanzen. Parallel dazu wuchs der Betrieb nach und nach auf die heutige Größe von 10.000 Quadratmetern unter Glas.

Die Jahresproduktion beziffert Karl-Heinz Senden auf 130.000 Grünpflanzen sowie 260.000 Beet- und Balkonpflanzen. Im Angebot sind diverse Arten und Sorten von Grünpflanzen in verschiedenen Topfgrößen, insgesamt sind es etwa 50 Varianten. Wichtige Kulturen sind Alocasia in Sorten, Philodendron in Sorten wie ‘Xanadu’ oder ‘Atom’ sowie an Moosstäben in Sorten wie ‘Grey’ mit silbrigem Laub, Kroton in Sorten, Monstera, Scindapsus, Dieffenbachia, Homalomena, Chlorophytum, Pachira, Beaucarnea und weitere mehr, meist in verschiedenen Topfgrößen.

Große Solitärpflanzen Spezialität des Gartenbau-Betriebs

Eine Spezialität des Betriebs sind große Solitärpflanzen wie Monstera im 28er-Topf, die laut Senden gut nachgefragt werden, Schefflera im 28er-Topf, die Trendpflanze Alocasia ‘Zebrina’ im 24er-Topf oder Homalomena. Monstera sind auch im 17er-Topf verfügbar. Bei Pilea peperomioides im 17er-Topf weist Senden auf den buschigen Habitus und die gute Verzweigung der Pflanzen hin.

Neben den Grünpflanzen produziert der Betrieb verschiedene Sukkulenten, darunter Peperomia und zwei weitere Hauptkulturen. Die Sukkulenten stehen im 12er-Topf, bei den Grünpflanzen ist nur Epipremnum in dieser kleinen Topfgröße verfügbar.

Mehr über die Grünpflanzen-Produktion und -Vermarktung der Senden-Brüder erfahren Sie in unserem ausführlichen Unternehmensporträt in der Gärtnerbörse 12/2019, die im TASPO Online-Shop abrufbar ist.