Grüne Branche

Gartenbau Brandenburg: Tarifverhandlung auf September vertagt

Ohne Ergebnis trennten sich nach der ersten Tarifverhandlung am 9. August in Potsdam die Industriegewerkschaft Bauen–Agrar–Umwelt (IG BAU) und der Landesverband Gartenbau Berlin-Brandenburg. Hintergrund ist der am 31. August auslaufende Lohn- und Gehaltstarifvertrag für die Beschäftigten im Gartenbau in Brandenburg. Die Gespräche werden laut IG BAU am 26. September fortgesetzt. 

Laut IG BAU war der einzig mögliche Einstieg in die Tarifverhandlung eine Auseinandersetzung mit der Lohnniveau-Angleichung Ost-West und dem Niedriglohnbereich, „angesichts von 6,65 Euro und 7,40 Euro in den unteren Lohngruppen sowie einer theoretisch erforderlichen Lohnerhöhung des Ecklohns von 36 Prozent und mehr, um auf Westniveau zu kommen“. Die IG BAU fordert daher in der aktuellen Tarifrunde:

  • 9,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt bei einer Laufzeit des Tarifvertrages für ein Jahr,
  • mindestens 8,50 Euro in jeder Lohn- und Gehaltsgruppe,
  • Vereinbarung einer Ersatzregelung für Erntehelfer und
  • eine überproportionale Erhöhung der Auszubildendenvergütung.

Im zweiten Tarifgespräch wird Berlin mitverhandelt. Grundlage hierfür war die Fusion 2012 der Verbände in Brandenburg und in Berlin. (ts)