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Gartenbau-Bücherei feiert 75-jähriges Bestehen: Kostbarkeiten für Experten und Laien gesammelt

Die im deutschen Sprachraum führende und für ganz Europa bedeutende Sammelstelle des Gartenschrifttums, die Bücherei des Deutschen Gartenbaues (GARBUE), feiert ihr 75-jähriges Bestehen. Sie ist in dem Gebäude der Technischen Universität in Berlin beheimatet. 

Obstdarstellungen aus der Friesen’schen Sammlung. Foto: GARBUE

1822 wurde die Bibliothek des „Vereins zur Beförderung des Gartenbaues in den königlich Preußischen Staaten“ gegründet. Zur „Bücherei des Deutschen Gartenbaues“ wurde sie aber erst 1936, als die Vereinsbibliotheken der „Deutschen Gartenbau-Gesellschaft“, des „Reichsverbandes des deutschen Gartenbaues“, des „Vereins deutscher Gartenkünstler“ und weiterer Verbände vereint wurden.

Zu dem heute auf über 56.000 Bände angewachsenen Bestand der Bibliothek gehören 24.000 deutsch- und fremdsprachige Monographien und mehr als 1.700 Zeitschriftentitel. Die erste gärtnerische Fachzeitschrift stammt aus dem Jahr 1783, das älteste Buch von 1526. Zum Bestand gehören aber auch Sondersammlungen, wie beispielsweise die Gärtnereikataloge mit mehr als 2000 Preislisten und Prospekten gärtnerischer Produkte. Die umfangreiche Kollektion deckt sämtliche Sparten des Gartenbaues, der Gartengestaltung und auch der Gartengeschichte ab und  ist von internationalem Rang und weit über Deutschland hinaus von Bedeutung.

Der historische Bestand setzt sich hauptsächlich aus den Bänden der Deutschen Gartenbau-Gesellschaft 1822 e.V. (DGG) und des Deutschen Pomologen-Vereins zusammen. Der Träger der Bibliothek, der gemeinnützige Verein „Bücherei des Deutschen Gartenbaues“, hat diesen Bestandteil der Sammlung weiter ergänzt.

Diese Sammlung und die wertvollen Rara, die vor 1850 entstanden sind, können verständlicherweise nicht ausgeliehen werden, sind aber in der Bibliothek einsehbar. Dagegen ist ein großer Teil der jüngeren Literatur aus dem Freihandbereich auch außer Haus ausleihbar.

Damit ein breiteres Spektrum schützenswerter Werke für das Publikum besser erreichbar ist, wurden bedeutende Werke eingescannt und online gestellt, zum Beispiel die Pomologische Bibliothek.

Der Trägerverein der Bibliothek hat keinen öffentlichen Etat und ist auf Unterstützung angewiesen. Durch Mitgliederbeiträge und Spenden wird die Erhaltung, Erweiterung und Erschließung der Bestände, die Digitalisierung und somit eine hochwertige fachliche und moderne Dienstleistung finanziert. (garbue)

Weitere Informationen über die Bibliothek finden Sie auf der Website des Büchereivereins und auf der Homepage der Zentralbibliothek der Technischen Universität Berlin unter dem Verweis „Fachinformation“, „Gartenbau“.