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Gartenbau: Hagelunwetter zerstören Gewächshäuser

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Schwere Unwetter und bis zu tennisballgroße Hagelkörner haben in den vergangenen Tagen schwere Schäden in verschiedenen Regionen Deutschlands angerichtet – auch im Gartenbau. In einer Gärtnerei im bayerischen Furth beispielsweise wurden am Montag mindestens 5.000 Quadratmeter Gewächshaus-Glasdächer zerstört.

Schwere Hagelunwetter richteten in den vergangenen Tagen auch im Gartenbau zum Teil schwere Schäden an. Foto: Pixabay

Ein Further Gärtner beklagt nach dem Hagelsturm „100 Prozent Verlust, bei den Gebäuden und bei den Pflanzen“, wie die Mittelbayerische Zeitung berichtet. Auch bei zwei benachbarten Gärtnereien verwüstete das Unwetter Gewächshäuser und Freiplantagen, wie das Blatt schreibt.

Zerstörtes Gewächshaus aus Sicherheitsgründen geschlossen

Schwer getroffen wurde auch ein Gartenbau-Betrieb in Hardheim (Neckar-Odenwald-Kreis). Laut einem Bericht der Rhein-Neckar-Zeitung zerstörte der Hagel die Gewächshäuser komplett, das größte bleibt aus Sicherheitsgründen vorerst abgeschlossen – aus den zerschlagenen oder zumindest gesprungenen Scheiben lösen sich dem Blatt zufolge immer wieder große Scherben und krachen auf den Boden des Gewächshauses.

Immerhin: Die Gewächshäuser standen zum Zeitpunkt des Unwetters fast alle leer. Rund 40.000 bis 50.000 Euro dürfte der Schaden nach ersten Schätzungen des Betriebsinhabers dennoch betragen, wie die Rhein-Neckar-Zeitung schreibt.

Gemüsebau-Betrieb fürchtet um seine Existenz

Um seine Existenz fürchtet nach den schweren Unwettern dagegen ein Gemüsebau-Betrieb im baden-württembergischen Ostrach-Jettkofen. Insgesamt 1,7 Hektar Anbaufläche bewirtschaftet der Gärtner einem Bericht der Schwäbischen Zeitung zufolge, den Großteil davon im Freiland. Die dort angebauten Gemüsepflanzen – unter anderem Kohlrabi, Mangold, Zucchini, Spinat und Salate – haben den schweren Hagelsturm, der Mitte vergangener Woche über die Region fegte, nicht überlebt.

Fast eine halbe Stunde lang hagelte es dem Blatt zufolge ununterbrochen, sämtliche Pflanzen wurden dabei zerstört. Auf mindestens 20.000 Euro beziffert der Gemüsebau-Betrieb seinen Schaden, die entgangenen Verkaufserlöse für das zerstörte Gemüse noch nicht eingerechnet, wie die Schwäbische Zeitung schreibt.

Droht nach Hagelsturm Geschäftsaufgabe?

Besonders hart für den Gärtner: Sein Betrieb erwirtschaftet in der Hauptsaison (fast) den gesamten Jahresumsatz. Zudem ist er dem Blatt zufolge gegen Unwetterschäden nicht versichert, weil die Höhe der Policen für ein Unternehmen wie seines überhaupt nicht tragbar wäre. Unter Umständen muss der Gemüse-Produzent seinen Betrieb deshalb jetzt sogar komplett aufgeben, heißt es.