Grüne Branche

Gartenbau, Land- und Forstwirtschaft: Einigung auf tariflichen Mindestlohn erzielt

Für die rund 750.000 Beschäftigten im Gartenbau sowie in der Land- und Forstwirtschaft gibt es erstmals einen tariflichen Mindestlohn, meldet die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU). Die Gewerkschaft einigte sich am 3. Juli am späten Abend mit den Vertretern des Gesamtverbands der Land- und Forstwirtschaftlichen Arbeitgeberverbände (GLFA) sowie der Arbeitsgemeinschaft der gärtnerischen Arbeitgeberverbände (AgA). Die Erklärungsfrist für die Annahme läuft allerdings noch bis zum 24. Juli 2014. 

Für die Beschäftigten im Gartenbau sowie in der Land- und Forstwirtschaft gibt es erstmals einen tariflichen Mindestlohn. Foto: Zentralverband Gartenbau

„Nach zwei intensiven Verhandlungsrunden konnten wir nunmehr einen für beide Seiten vertretbaren Kompromiss erzielen“, sagte der Stellvertretende IG BAU-Bundesvorsitzende und Verhandlungsführer der Gewerkschaft Harald Schaum. „Damit ist es uns gelungen, die Branchen ein gutes Stück zukunftsfester aufzustellen.“

Ziel der Tarifverhandlungen war es, die Übergangsfrist des gestern verabschiedeten Mindestlohngesetzes zu nutzen und die Löhne für ungelernte Arbeitnehmer an den gesetzlichen Mindestlohn heranzuführen. Nach der nunmehr getroffenen Vereinbarung startet der tarifliche Mindestlohn zeitgleich mit dem gesetzlichen Mindestlohn zum 1. Januar 2015 und steigt in vier Stufen bis Ende 2017.

Im Einzelnen sind die Stufen wie folgt geregelt:

  • ab 1. Januar 2015: West 7,40 Euro, Ost 7,20 Euro
  • ab 1. Januar 2016: West 8,00 Euro, Ost 7,90 Euro
  • ab 1. Januar 2017: bundeseinheitlich 8,60 Euro
  • ab 1. November 2017: bundeseinheitlich 9,10 Euro. (ts/igb)