Grüne Branche

Gartenbau Sachsen: erstes Sondierungsgespräch der Tarifpartner

Für die anstehende Tarifverhandlung für die Beschäftigten im Gartenbau Sachsen hat jetzt ein erstes Sondierungsgespräch zwischen den Tarifparteien stattgefunden. Themen dabei waren insbesondere der gesetzliche Mindestlohn und die Ost-West-Angleichung, meldet die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU). 

Laut Koalitionsvertrag soll zum 1. Januar 2015 der „Mindestlohn von 8,50 Euro brutto je Zeitstunde für das ganze Bundesgebiet gesetzlich eingeführt“ werden, schreibt die IG BAU. Im Gartenbau in Sachsen seien vier Entgeltgruppen noch unter 8,50 Euro, die unterste Entgeltgruppe beläuft sich laut IG BAU aktuell auf 6,30 Euro die Stunde. Gegenüber den Geschäftsführern des Landesverbandes Gartenbau Sachsen und dem Landesverband „Sächsisches Obst“ machte die Tarifkommission der IG BAU deutlich, dass die neuen Rahmenbedingungen der Mindestlohnregelung für die anstehenden Tarifverhandlungen gesetzt seien.

Überfällig aus Sicht der IG BAU sei zudem angesichts der Differenz im Eckentgelt von 45 Prozent und mehr zu westlichen Tarifgebieten im Gartenbau eine Lohnniveauangleichung Ost–West im Gartenbau in Sachsen. Die Niedriglohnschwelle von 10,36 Euro pro Stunde gelte auch für Sachsen, da etwa die Einkaufspreise in Geschäften in Dresden nicht zwingend geringer seien als beispielsweise in Frankfurt am Main.

Wie die IG BAU mitteilt, werden die Arbeitgeber in ihren Gremien über das Sondierungsgespräch informieren. Eine Rückmeldung erwartet die Gewerkschaft Mitte Februar. Erst dann könne ein Termin für die Tarifverhandlung gefunden werden. (ts)