Grüne Branche

Gartenbau: Verhandlungen für Bundesrahmentarifvertrag gestartet

Erstmals wurden jetzt Verhandlungen über einen Bundesrahmentarifvertrag für die rund 400.000 Beschäftigten im Gartenbau aufgenommen. Wie die Industriegewerkschaft Bauen–Agrar–Umwelt (IG BAU) meldet, soll dieser die grundsätzlichen Bedingungen der Arbeit regeln. 

Im Bundesrahmentarifvertrag sollen erstmals die generellen Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten im Gartenbau geregelt werden. Foto: GMH/BVZ

„Das große Durcheinander bei den Rechten der Arbeitnehmer muss endlich ein Ende haben. Es gibt keine sachlichen Gründe dafür, den Beschäftigten in einer Region Ansprüche vorzuenthalten, die sie in einer anderen haben“, so der stellvertretende IG BAU-Bundesvorsitzende und Verhandlungsführer Harald Schaum.

Konkret fordert die IG BAU bundesweit eine 37 Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich und einen einheitlichen Urlaubsanspruch auf 30 Tage im Jahr. Zudem sollen die bisher bestehenden Lohn- und Gehaltsgruppen zu Entgeltgruppen zusammengefasst werden. „Eine Untergliederung in Produktions- und kaufmännische Arbeit ist nicht mehr zeitgemäß“, so Schaum. „In der Praxis üben viele Beschäftigte bereits Tätigkeiten in beiden Bereichen aus.“

Angestrebt wird darüber hinaus eine betriebliche Altersvorsorge, eine Übernahmegarantie nach der Ausbildung sowie ein erleichterter beruflicher Quereinstieg. Belohnt werden soll zudem die Treue zum Betrieb. (ts)