Grüne Branche

Gartenbau-Versicherung: Neue Vorgaben für Schirmmaterialien

Das Jahr 2004 war für die Gartenbau-Versicherung nach eigenen Angaben insgesamt kein gutes Schadensjahr. Laut Mitgliederbrief vom November war es zum einen das dritte schwere Hageljahr in Folge. Es gab aber auch spektakuläre Schadensereignisse, darunter zwei schwere Brände in Gärtnereien sowie Schäden durch einen Tornado. Die Tendenz zu Wetterkapriolen setze sich fort. Das Hageljahr ist nun, nach den Angaben der Versicherung von Mitte Dezember, als abgeschlossen anzusehen. Beim Thema Sturm und Feuer sei das Jahr aber noch nicht vorbei. Im Versicherungszweig Hagel müsse für 2004 mit einer Schadensquote brutto von über 90 Prozent gerechnet werden. Wie die Gartenbau-Versicherung zu den Brandereignissen des Jahres ausführte, bestätigten diese die eigenen Beobachtungen im Bereich Brandverhalten von Schirmmaterialien. Danach werde eine Änderung der Annahmerichtlinien für Schirmtuchmaterialien erforderlich, um die Gärtner wirkungsvoll vor existenzbedrohenden Brandkatastrophen zu schützen. Die Erfahrungen aus den letzten Jahren zeigten deutlich, dass der Energieschirm maßgeblich zur Ausbreitung eines Brandes beiträgt. Ab dem 1. Januar 2006 sollen deshalb die bisherigen Empfehlungen der Versicherung in diesem Bereich zur Voraussetzung werden, wenn es darum geht, neue Gewächshausanlagen gegen Feuer zu versichern oder wenn bestehende Anlagen nach einem Schirmtuchwechsel weiterversichert werden sollen. Für bestehende Anlagen soll es dagegen Bestandsschutz geben.