Gartenbau-Versicherung reagiert auf steigende Dürregefahr

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Foto: Die Gefahr "Dürre" kann bei der Gartenbau-Versicherung kostenlos in einigen Produkten mitversichert werden. Foto: Jody Davis / Pixabay

Hitze, Sonne und die damit einhergehende Dürre machten in den vergangenen beiden Sommern bereits deutlich, worauf wir uns in Zukunft einzustellen haben und welches Betriebsrisiko die Dürregefahr für den Gartenbau bedeutet. Die Gartenbau-Versicherung (GV) regiert darauf und schließt ab 1. Juli 2020 die Gefahr „Dürre“ für bewässerte Kulturen in bestimmte Produkte ein.

Extremwettereignisse stellen erhebliches Betriebsrisiko dar

Dass der Klimawandel die Welt im Griff hat, ist unbestritten. Die zurückliegenden beiden Sommer 2018 und 2018 zeigten auf, welche Extreme in Mitteleuropa und damit auch hierzulande möglich sind. Ausgetrocknete Flüsse und Seen, vertrocknete Felder, absterbende Bäume und tägliche Waldbrände zählten zu den gravierendsten Folgen. Besonders davon betroffen ist auch der Gartenbau, denn Mitglieder der GV berichteten von trockengefallenen Brunnen, leeren Zisternen oder gedrosselter Stadtwasserzufuhr. In einigen Gartenbaubetrieben konnten Kulturschäden nur durch Notfallmaßnahmen im letzten Moment abgewendet werden. Eine umfassende Risikovorsorge wie ausreichend dimensionierte Brunnen oder Regenrückhaltebecken sollten auch in Zukunft ein wichtiger Baustein im betrieblichen Risikomanagement bleiben. Die Dürresommer 2018 und 2019 zeigten aber auch, dass trotz umfassender Vorsorge Extremwettereignisse ein erhebliches Betriebsrisiko darstellen können.

Gefahr „Dürre“ für bewässerte Kulturen

Auf diese zunehmenden Extremwetterlagen und Dürreperioden reagiert die GV laut eigener Aussage und schließt ab dem 1. Juli 2020 die Gefahr „Dürre“ für bewässerte Kulturen im Versicherungsprodukt HORTISECUR G in die Deckung gegen Sturm- und Elementarschäden beitragsfrei ein. Ebenfalls kostenlos mitversichert werden kann die bewässerte Freilandproduktion, wie beispielsweise Containerkulturen oder Schnittblumen, sofern für die Kulturen eine Deckung über das Versicherungsprodukt HORTISECUR F besteht. Nicht mitversichert sind im gewachsenen Boden ausgepflanzte Kulturen, sofern diese normalerweise nicht bewässert werden, wie Baumschulkulturen und manche Schnittgehölze.

Ertragsverluste durch unvermeidbare Trockenheitsschäden

Der Versicherungsschutz der GV decke laut Mitteilung Ertragsverluste durch unvermeidbare Trockenheitsschäden an zuvor gesunden Pflanzen. Voraussetzung hierbei ist allerdings, dass im Schadenfall die Sicherheitsvorschriften „Dürre“ eingehalten wurden. Mitglieder, die eine entsprechende Police besitzen, werden von der GV hierzu im Verlauf des Monats Juni schriftlich über die detaillierten Voraussetzungen informiert. Weiter Informationen zum Dürreschutz der liefert die Gartenbau-Versicherung auf ihrer Internetpräsens.