Grüne Branche

Gartenbauer diskutieren Mindestlohn mit Bundesarbeitsministerin

Eine gute Gelegenheit, der Bundesarbeitsministerin Probleme aus erster Hand zu schildern: Andrea Nahles besuchte zum Jahreswechsel einen Gartenbaubetrieb im rheinland-pfälzischen Sinzig. Dort informierte sie sich über Schwierigkeiten bei der Umsetzung der Vorgaben zum Mindestlohn.

Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles diskutierte mit Gartenbauern zum Mindestlohn. Foto: Bundesarbeitsministerium

Im Fokus der Diskussion zum Mindestlohn standen zum Beispiel der erhöhte Verwaltungsaufwand durch die Aufzeichnungspflichten, die Einschränkungen bei den Arbeitszeitkonten und die nicht gelösten Fragen im Zusammenhang mit den mitarbeitenden Familienangehörigen. Auch die Neugestaltung der Arbeitszeitkonten wurde erörtert.

Flexible Arbeitszeiten nötig
Die anwesenden Gartenbauer bekräftigten, dass flexible Arbeitszeiten für Betriebe unumgänglich seien, die zu Stoßzeiten besonders viel Arbeit bewältigen müssten. Flexible Arbeitszeiten waren vor der gesetzlichen Bestimmung des Mindestlohns im Rahmen durch entsprechende Passagen in den Tarifverträgen geregelt worden. Durch flexible Arbeitszeiten können Mitarbeiter ganzjährig und nicht nur zur Saisonarbeit beschäftigt werden.

Bundesarbeitsministerin sucht nach Lösungen
Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles versprach zum Ende der Diskussion nach Lösungen in den angesprochenen Problembereichen zu suchen. Für Gartenbau-Unternehmen, die Mitglied der Berufsgenossenschaft sind, wird das Thema Mindestlohn erst in drei Jahren akut, da bis dahin der aktuelle Tarifvertrag gilt, der im Rahmen des Arbeitnehmerentsendegesetzes im Dezember abgeschlossen wurde. (ts/zvg)