Grüne Branche

Gartenbauzentrale verkauft 84 Millionen Kräutertöpfe

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84 Millionen Kräutertöpfe und 12 Millionen Schnittkräuterpackungen hat die Gartenbauzentrale (GBZ) Papenburg im vergangenen Jahr vermarktet. Dabei war die „Erfindung“ des Kräutertopfes purer Zufall.

Der Anbau von Topfkräutern wie Basilikum zahlt sich für Produzenten aus, da die Absatzmengen stetig steigen. Foto: Daniela Sickinger

Gärtner aus Papenburg sät Kräuter einfach mal im Topf aus

„Ein Gärtner aus Papenburg hat in den 80er Jahren von einer Exkursion Kräutersamen mitgebracht und einfach mal in Töpfen ausgesät“, berichtet Andreas Brinker dem Landvolk Pressedienst. Brinker ist Vertriebsleiter des GBZ. In Windeseile verbreitete sich die Idee zuerst bei den Produzenten und etablierte sich nach Anlaufschwierigkeiten auch in den Köpfen und Küchen der Verbraucher.

Kräutertöpfe: Basilikum, Petersilie und Schnittlauch an der Spitze

Besonders Basilikum kauft der Verbraucher gerne im handlichen Töpfchen. „Das war in den 80er Jahren in Deutschland nahezu unbekannt. Heute sind 70 Prozent der Käutertöpfe in der GBZ Basilikumarten!“ sagt Brinker. Überhaupt steigt der Umsatz bei Schnittlauch, Basilikum und Petersilie stetig an. Sie bilden die Spitzengruppe im Sortiment.

Bereits 1931 haben sich in Papenburg 15 Gärtner zusammengeschlossen, um Gemüse von 15 Hektar Freilandanbau und einem Hektar unter Glas gemeinsam zu verkaufen. Inzwischen vermarkten 41 Anbauer Gemüse, Topf- und Schnittkräuter und Blumen von 77 Hektar Hochglasfläche und 202 Hektar Freilandfläche über die GBZ.

60 verschiedene Arten an Topfkräutern werden inzwischen produziert

Inzwischen kultivieren Produktionsbetriebe 60 verschiedene Arten an Topfkräutern. Dazu zählen Salbei, Thymian, Rosmarin, Oregano, aber auch eine Vielzahl an Minze-Sorten als auch Kuriositäten wie Colakraut, Currykraut, Lakritz-Tagetes oder Pilzkraut.