Grüne Branche

Gartenboden 2017 im Fokus

, erstellt von

Der Gartenboden soll als „Boden des Jahres 2017“ im kommenden Jahr im Rampenlicht stehen. Der in der Fachsprache als Hortisol bezeichnete Gartenboden ist in Mitteleuropa überall dort zu finden, wo seit Jahrhunderten Gartenbau betrieben wird – etwa in alten Klostergärten mit Gemüse- und Kräuterbeeten oder Kleingartenanlagen.

Gartenböden wurden zum „Boden des Jahres 2017“ gekürt. Foto: PierreGilbert/Pixabay

Thüringen übernimmt Schirmherrschaft für Gartenboden

Die Schirmherrschaft für den „Boden des Jahres 2017“ hat das Land Thüringen übernommen. „Gesunde Böden sind Voraussetzung für gesunde Lebensmittel und gesundes Trinkwasser. Außerdem speichern sie weltweit zehnmal mehr Kohlenstoff als Wälder und fünfmal mehr als die Atmosphäre“, so Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund.

Von großer Bedeutung waren Gartenböden früher insbesondere für die wohnungsnahe Versorgung mit Lebensmitteln – Selbstversorgung liegt aber auch heute wieder im Trend, wie Urban Gardening Projekte oder Gemeinschaftsgärten beweisen. „Durch die gemeinsame Bewirtschaftung und Pflege stärken sie auch den Zusammenhalt und die Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit ihrem Quartier“, so Hessens Umweltministerin Priska Hinz.

Gartenböden anfällig für Zivilisationsbelastungen

Gleichzeitig sind (nicht nur) Gartenböden anfällig für Zivilisationsbelastungen. So können Schadstoffe, Verdichtung und Versiegelung die natürlichen Funktionen der endlichen Ressource stören. „Bodenverdichtungen durch mechanische Belastungen stören das empfindliche, porenreiche Bodengefüge und sollten daher unbedingt auf ein absolut notwendiges Maß begrenzt werden“, appelliert Hinz deshalb.

Denn: „Ein gesunder Boden ist die beste Voraussetzung für eine erfolgreiche Gartennutzung.“