Grüne Branche

Gartencenter: Sortiment optimieren, Umsatz steigern

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Wie viel Auswahl braucht der Kunde? Wie breit und wie tief sollte das Sortiment in einem Gartencenter sein? Jörg Sylvester, Inhaber eines Gartencenters in Bad Segeberg (Schleswig-Holstein), hat diese Fragen für sich beantwortet.

Das Ergebnis: Mit Beginn des Jahres 2016 hat er sein Sortiment übersichtlicher gestaltet, verkleinert. Das Beste daran ist, dass er insbesondere bei Beet- und Balkonpflanzen sowie Stauden mit einem optimierten, durchaus auch zurückgefahrenen Sortiment mehr Umsatz gemacht hat.

Einstige Sortimentspolitik im Gartencenter Sylvester

„Früher hatten wir zu viele Pflanzen, die nicht wirklich nachgefragt wurden – beispielsweise weil sie zu knospig waren. Das hat natürlich zu Überhängen geführt, also Kosten verursacht“, erklärt Jörg Sylvester die einstige Sortimentspolitik in seinem Gartencenter.

Seit dem vergangenen Jahr bietet er „nicht mehr alles zu jeder Zeit an“, wobei ein Grundsortiment natürlich immer vorhanden ist. Jörg Sylvester führt in seinem Gartencenter weiterhin „alle gängigen Standards, aber wenn einmal für einige Tage bestimmte Farben fehlen, dann ist das halt so“. Nun kauft er so ein, dass „die Ware genau auf den Punkt besorgt wird, in der richtigen Blühentwicklung, zum richtigen Zeitpunkt“.

Die richtige Ware zur richtigen Zeit

Bewährte Kriterien sind natürlich beibehalten worden. „Die Kunden möchten bei Stauden sowie Beet- und Balkonpflanzen Farbe sehen, auch muss eine gewisse Breite gezeigt werden“, ist er überzeugt. Nicht möglichst viel Ware, sondern die richtige Ware zur richtigen Zeit ist also der wesentliche Grund für die positive Umsatzentwicklung.

Wie bei den Sortimenten Beet und Balkon sowie Stauden wurde in dem Bad Segeberger Gartencenter auch die Produktbreite bei der Hartware durchforstet. In diesem Segment entfiel nahezu die Hälfe der Lieferanten, was Jörg Sylvesters Hang zur Übersichtlichkeit sicher entgegenkommt.

Wie reagieren die Kunden auf die Sortimentsbeschränkung im Gartencenter?

Und die Kunden – wie reagieren die auf die Sortimentsbeschränkung? „Es gibt immer Kunden, die genau das Produkt wünschen, das gerade nicht da ist. Bei den meisten unserer Kunden glaube ich aber, dass denen die Sortimentsbeschränkung gar nicht aufgefallen ist“, meint Jörg Sylvester.

Er betont, dass „wir ja bei den Optimierungsbemühungen noch am Anfang sind. Wir können aber nach dem ersten Jahr eindeutige Zeichen für einen Erfolg erkennen“. In erster Linie gehe es aber darum, dass „wir für die Kunden attraktiv bleiben“.

Den kompletten Artikel zur neuen Sortimentspolitik des Gartencenters Sylvester lesen Sie in der TASPO 27/2017, die am 7. Juli erschienen ist.