Grüne Branche

Gartenchrysanthemen: Kulturverfahren im Test

Sollten unbewurzelte Stecklinge von Gartenchrysanthemen in Vermehrungstöpfen bewurzelt und dann erst in die Endtöpfe getopft oder gleich direkt in die Endtöpfe gesteckt werden? Insgesamt 19 Gartenchrysanthemen-Sorten kultivierte die Bayerischen Landesanstalt (LWG) in Veitshöchheim (Gärtnerbörse 5/2010) in sechs verschiedenen Verfahren mit folgenden Ergebnissen: Im Durchschnitt blühten alle Sorten aus Stecklingsvermehrung am 4. September, die direkt gesteckten am 13. September und die ins Freiland getopften Sorten am 7. September. Die Gewächshauskultur brachte rund zwei Wochen Blühverzögerung bei allen drei Varianten. Die etwas dichteren, kompakteren Pflanzen aus Freilandkultur erzielten bessere Qualitätsnoten als diejenigen aus Gewächshauskultur.

Die Kulturverfahren Stecklingsvermehrung und Topfen gelieferter Jungpflanzen zeigten sich zu Kulturende fast gleich bei Pflanzengröße, Frühzeitigkeit und Qualität. Die erst in KW 24 unbewurzelt in die 19-Zentimeter-Endtöpfe gesteckten Sorten hatten schnell angewurzelt und wurden zum gleichen Zeitpunkt ins Freiland geräumt wie die drei Wochen früher stecklingsvermehrten Sorten. Daher blühten sie nur neun Tage später, blieben kleiner und zeigten einen kompakteren Pflanzenaufbau.