Grüne Branche

Gauck eröffnete igs Hamburg 2013

Bundespräsident Joachim Gauck eröffnete offiziell am vergangenen Freitag nach 2.246 Tagen Vorbereitungszeit die internationale gartenschau (igs 2013) in Hamburg. Gauck lobte bei dem feierlichen Festakt den stadtplanerischen und gärtnerischen Mut, die Gartenschau aus dem Glamour-Bereich der Stadt herauszuholen und ein neues, kulturelles und grünes Zentrum in Hamburg-Wilhelmsburg zu schaffen. 

Auftakt für die igs in Hamburg-Wilhelmsburg: Den Startschuss gab Bundespräsident Joachim Gauck (v.l.) zusammen mit Hamburgs Erstem Bürgermeister Olaf Scholz und ZVG-Präsident Jürgen Mertz. Foto: ZVG

„In einer städtischen Umwelt, einem Leben in Stein, droht der Mensch seine Existenz zu vergessen. Gleichzeitig regt sich in ihm die Sehnsucht nach Beheimatung, Natur und gartenbaulicher Aktivität. Denn es gab schon Gärten, seitdem der Mensch sesshaft wurde“, so Gauck. Er betonte weiterhin die gute Zusammenarbeit der Verbände der grünen Branche, genauso wie das Miteinander von Berufsgärtnern und Gartenliebhabern, die diese Attraktion möglich gemacht haben. Als Schirmherr gab Gauck vor 1.500 geladenen Gästen den Startschuss zu 171 Tagen Gartenschau mit 5.000 Veranstaltungen.

Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz betonte die Tradition der Gartenschauen in Hamburg und deren stadtplanerische Impulse: „Es muss etwas Besonderes an Hamburg sein – nirgends war eine Gartenschau so oft zu Gast wie hier. Zum achten Mal präsentieren wir eine Attraktion gärtnerischer Höchstleistungen.“

„Jede Gartenschau hinterlässt ein kleines grünes Vermächtnis“, so Scholz weiter. „Dass die igs gerade in Wilhelmsburg stattfindet ist dabei kein Zufall. Die Weiterentwicklung der Elbinseln ist ein zentrales Anliegen dieses Senats.“ Daher dankte der Hamburger Bürgermeister allen Beteiligten für den leidenschaftlichen Einsatz und die Maßnahmen, die „das Gesicht ganz Hamburgs verändern und unsere schöne Stadt noch ein wenig lebens- und liebenswerter machen“, so sein Resümee.

Jürgen Mertz, Präsident des Zentralverbandes Gartenbau (ZVG), dankte dem gärtnerischen Berufsstand für den unermüdlichen Einsatz, insbesondere auch während der letzten Wochen: „Trotz der schwierigen Wetterverhältnisse der letzten Zeit haben alle Fachsparten des Gartenbaus die Herausforderung angenommen und alles gegeben, um den Besuchern einen blühenden Start zu bescheren!“ Mertz betonte auch die hohe Qualität der geleisteten Arbeit: „Gärtner aller Fachrichtungen stellen sich dem Leistungsvergleich. Es werden Pflanzen in einer beeindruckenden Vielfalt, innovative Pflanzenverwendungen und zukunftsweisende Gestaltungen von Gärten, Landschaft und Friedhof gezeigt.“

Bis zum 13. Oktober 2013 hat die igs unter dem Motto „In 80 Gärten um die Welt“ – inspirierende Gärten, Bewegung und Interkulturalität sind hier die Leitthemen für die Besucher geöffnet. Mit einem bunten Strauß an Beiträgen aus Gartenbau, Wissenschaft und Kultur soll es ein Ort des Dialoges und Miteinander werden. „Die Gartenschau, die dich bewegt!“ heißt der Slogan, unter dem Hamburg-Wilhelmsburg seine Besucher nun empfangen wird und sich dafür nachhaltig verändert hat.

Für Liebhaber von Blumen, Gärten und Natur zeigt sich die igs ferner als bunte und vielfältige Gartenschau: mehr als 200.000 Frühlingsblumen, 500.000 Blumenzwiebeln, 200.000 Stauden, 8.000 Rosen, 6.000 Dahlien, 2.400 Bäume, 20.000 Sträucher und 25 Blumenschauen auf 5.000 Quadratmetern in zwei Hallen sollen die zweieinhalb Millionen erwarteten Besucher begeistern.

Nähere Informationen sind unter www.igs-hamburg.de zu finden. (ts)