Grüne Branche

Gegen das Vergessen

Bäume pflanzen zum Kriegsende
Der Aktionskünstler Ben Wagin, bekannt durch das "Parlament der Bäume" in Berlin, führte vor wenigen Tagen in unmittelbarer Nähe von Bundeskanzleramt und Reichstag eine spektakuläre Kunstaktion durch. Dabei standen drei Maulbeerbäume im Mittelpunkt, die der BdB gestiftet hat.

 "Siebzig Jahre nach Kriegsende tragen in Berlin immer noch viele Bäume Granat- und Bombensplitter in sich. Auch im Regierungsviertel befinden sich mit der Lenné-Eiche solche Exemplare", so BdB-Hauptgeschäftsführer Markus Guhl am Rande der Aktion.

Bäume würden auf diese Weise Zeugnis ablegen von der Geschichte und den Opfern des Zweiten Weltkrieges, dessen Schlussakt in Berlin stattfand. Die von Ben Wagin gepflanzten Maulbeerbäume seien als Zeichen der Völkerverständigung und des Friedens zu betrachten. "Die Baumschulbranche will diese einmalige Aktion im Regierungsviertel begleiten. Wir unterstützen die Idee, Geschichte mithilfe von Bäumen sichtbar und erlebbar zu machen. Und der Maulbeerbaum als Kulturbaum ist ein Sinnbild für Leben, dem Motto des BdB folgend: Grün ist Leben."

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, ließ eine Grußbotschaft verlesen. Neben dem BdB nahmen an der Aktion auch Hans-Jürgen Pluta, Stellv. Vorsitzender der Lenné-Akademie, Rainer E. Klemke, ehemaliger Berliner Museums- und Gedenkstättenreferent, der Schauspieler Hermann Treusch sowie Schülerinnen und Schüler der Regenbogenschule und der Wedding-Grundschule teil.

Lesen Sie viele weitere interessante Nachrichten in Ausgabe 05/2015 Deutsche Baumschule.