Grüne Branche

Gegen „Versteinerung“ der Gärten

Gegen die „Versteinerung“ von Gärten wendet sich die „Operatie Steenbreek“ (niederländisch für Operation Steinbrech) in den Niederlanden. Wie in Deutschland ist auch im Nachbarland vor allem in den Gärten von Neubauten der Trend zu beobachten, die Flächen anstatt einer Bepflanzung mit Steinen, Schotter oder Kies zu bedecken und ohne oder mit sehr wenigen Pflanzen auszukommen. Die Besitzer hoffen dadurch, einen pflegearmen oder gar pflegefreien Garten zu erhalten.

Pflegeleicht, dafür meistens scheußlich anzusehen: Steingärten sind auch kontraproduktiv für das Mikroklima und die Umwelt. Foto: HB

Die Kampagne „Operatie Steenbreek“ will Gartenbesitzer darüber aufklären, welche negativen Umweltfolgen ihre „versteinerten“ Gärten haben: Ein Anstieg der Temperaturen und des Feinstaubgehalts der Luft sowie die Reduktion der Biodiversität haben negative Auswirkungen auf den Wasserhaushalt der Siedlungen und insgesamt auf die Gesundheit der Bewohner.

An der Kampagne nehmen verschiedene Organisationen und Institutionen teil, unter anderem Entente Florale, die Universitäten Groningen und Maastricht, der Gartenbauverband Tuinbranche Nederland sowie mehrere Städte und Gemeinden. HB/db

Weitere Informationen unter www.operatiesteenbreek.nl


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