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Gehölze: Schnittverbot ab März

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Wie die Landwirtschaftskammer Niedersachsen mitteilte gelte ab dem 1. März bis zum 30. September ein Schnittverbot von Bäumen, Hecken, Gebüschen und anderen Gehölzen außerhalb des Waldes. Ausgenommen seien Privatgärten.

Vom 1. März bis 30. September gilt das Gehölzschnittverbot. Foto: Gundula Vogel / Pixabay

Verbot gilt für Gehölze in der freien Landschaft

In der Zeitspanne vom 1. März bis zum 30. September ist es außerhalb des Waldes verboten, Bäume, Hecken, Gebüsche und andere Gehölze abzuschneiden, bis auf den Wurzelstock zurückzuschneiden, oder gar ganz zu beseitigen. Erlaubt bleiben hingegen schonende Form- und Pflegeschnitte während dieser Zeit, die der Beseitigung des Pflanzenzuwachses oder der Gesunderhaltung von Bäumen dienen. Geregelt ist das Gehölzschnittverbot in Paragraf 39 Absatz 5 Satz 1 Nr. 2 des Bundesnaturschutzgesetzes. Es soll vor allem dem allgemeinen Schutz der Arten dienen, die auf diese Gehölze angewiesen sind. Zudem soll auch das Blütenangebot für Insekten sichergestellt und Gehölze als Brutplatz für Vögel erhalten werden.

Betroffen vom Verbot sind Gehölze in der freien Landschaft

Das Gehölzschnittverbot gelte für Bäume, Hecken, Gebüsche und andere Gehölze in der freien Landschaft. Das seien zum Beispiel Wallhecken und Windschutzhecken am Rand von Äckern. Diese dienen einzelnen Vogelarten als wichtige Nist- und Brutplätze. Allerdings gibt es auch Ausnahmefälle. Insbesondere zur Gefahrenabwehr und aus Gründen der Verkehrssicherheit können die Gehölze beschnitten werden. Jedoch darf das nur in geringem Umfang geschehen. Im Zweifelsfall geben die Naturschutzbehörden der Landkreise beziehungsweise der kreisfreien Städte Auskunft. Eine Nichtbeachtung des Gehölzschnittschnittverbotes kann für Landwirte drastische Folgen, wie eine Kürzung ihrer Agrarförderungsprämien nach sich ziehen.

Ausnahmeregelungen für Privatgärten

Eine Ausnahmeregelung gilt allerdings für Privatgärten, dennoch dürfen Hecken und Gebüsche auch dort nicht gänzlich, beziehungsweise stark beschnitten werden. Nur schonende Form- und Pflegeschnitte zur Beseitigung des Zuwachses der Pflanzen seien demnach erlaubt. Dennoch werden Gartenbesitzer aufgefordert, äußerst vorsichtig bei der Pflege ihrer Pflanzungen zu sein. Hecken sollten besser nicht vor August zurückgeschnitten werden, da dort häufig heimische Vogelarten wie die Amsel ihre Jungen aufziehen. Bei Obstbäumen sei es sogar ungünstig, sie im Frühjahr zurückzuschneiden, wenn sie gerade in vollem Saft stehen. Dabei würden womöglich Blühtriebe abgeschnitten, und das könne den Ertrag schmälern.

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