Grüne Branche

Gemeinsam den Absatz heimischer Produkte fördern

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In einer Pressemitteilung des Zentralverband Gartenbaus (ZVG) gaben grüne Verbände, Produzenten und Vermarkter gemeinsam bekannt, während der andauernden Corona-Krise enger zusammenzurücken und im Kollektiv den Absatz heimischer Produkte zu fördern.

Gemeinsam wollen sich Verbände und Vermarkter für einen vermehrten Absatz von Produkten aus heimischer Produktion stark machen und noch enger zusammenarbeiten. Foto: GMH / BVZ

Absatz von Produkten aus heimischer Produktion stärken

Produzenten, Händler und Vermarkter von Blumen und Pflanzen stehen angesichts der großen Herausforderung durch die Corona-Pandemie in diesem Jahr besonders zusammen, das gab der ZVG in einer Mitteilung bekannt. Die wichtigste Vermarktungszeit, die aktuell ansteht, fallte größtenteils aus und lasse die Betriebe sorgenvoll und ungewiss in die Zukunft blicken. Der Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten (BHB), der Industrieverband Garten (IVG), der Verband Deutscher Garten-Center (VDG), der Zentralverband Gartenbau (ZVG) und der Bund deutscher Baumschulen (BdB) wollen in dieser Zeit ein starkes Zeichen setzen und arbeiten in der Krise noch enger zusammen. Gemeinsam mit der Erzeugergenossenschaft Landgard, dem Verband des deutschen Blumen-, Groß- und Importhandels (BGI) und der Vereinigung der deutschen Blumengroßmärkte (VDB) engagiere man sich im Kollektiv für einen verstärkten Absatz von Blumen und Pflanzen und Gehölzen aus heimischer Produktion.

Rund 40 Prozent des Jahresumsatzes von März bis Mai

Die beschlossenen Einschränkungen während der Corona-Krise seien wichtig, bringen sie aber viele Betriebe dennoch an ihre jeweiligen Existenzgrenzen. Demnach träfen die Beschränkungen zu Beginn des Frühjahrs besonders den Zierpflanzenbau mitten ins Herz. In den Monaten März bis Mai werden in Deutschland geschätzt 38 Prozent des Jahresumsatzes getätigt. Bezogen auf die Menge seien es sogar rund 47 Prozent der Blumen und Pflanzen, die in normalen Jahren in diesen so wichtigen Monaten umgesetzt werden.

Sonderumfrage zur aktuellen Geschäftslage

Die Gewächshäuser stehen voll mit Blumen und Pflanzen in bester Qualität. In ihnen stecke viel Arbeit, Wasser, Herzblut und auch Energie. Eine Sonderumfrage zur aktuellen Geschäftslage der Zierpflanzenproduzenten zeige, dass mehr als die Hälfte der Befragten über stornierte Aufträge zu klagen haben. Fast 80 Prozent gehen von sinkenden Umsätzen aus. Die Verbände auf Bundes- und Landesebene tun daher alles in ihrer Macht Stehende, um gemeinsam mit der Politik und den zuständigen Ministerien nach Wegen aus der Krise zu suchen. Die Politik ist aber nicht allein gefordert. Die Branche steht auch füreinander ein. Lasten teilen und nicht einseitig verschieben, muss das Gebot der Stunde sein.

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