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Gemüse des Jahres: Mini-Gurke „Lilli Liliput“ kommt gut an

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Sie sind klein, handlich und sollten am besten direkt von der Pflanze genascht werden: Die Mini-Gurke „Lilli Liliput“ wurde vom Bayrischen Gärtnerei-Verband in Kooperation mit der Interessengemeinschaft „Ihre Regionalgärtnerei“ zum Gemüse des Jahres gewählt. Wir haben nachgefragt, welche Erfahrungen die bayrischen Gärtner mit dem Naschgemüse bislang gemacht haben.

Mitgliedsbetriebe bieten „Lilli Liliput“ exklusiv an

Die Mini-Gurke „Lilli Liliput“ (Sorte ‘MiniStar’ von Volmary) bieten die Mitgliedsbetriebe des Bayerischen Gärtnerei-Verbands (BGV) und der Initiative „Ihre Regional-Gärtnerei“ seit Ende April exklusiv an, zeigt der BGV auf und nennt Zahlen: „Es haben sich in diesem Jahr 118 Betriebe an der Aktion beteiligt“. Es handle sich dabei durchweg um Einzelhandelsgärtnereien, die ihren Kunden Gemüsejungpflanzen für den Garten oder Balkon anbieten.

„Wir haben die Mini-Gurke ‚Lilli Liliput‘ nur als veredelte Pflanze verkauft zum Verkaufspreis von 4,99 Euro“, erklärt Karl Menger, GartenBaumschule Menger und Vorsitzender der Interessengemeinschaft „Ihre Regionalgärtnerei“. „Die Pflanzen wurden von unserem Gemüsejungpflanzen-Produzenten im Knoblauchsland als Auftrag produziert.“

Kunden fragten gezielt nach Mini-Gurke

Menger, der bereits seit Beginn an der Aktion „Gemüse des Jahres“ teilnimmt, spricht über seine Erfahrungen: „Die Aktion wird jedes Jahr besser von den Kunden angenommen. Unsere geplante Menge ist jetzt bereits fast komplett verkauft. Da die Pflanzen sehr gut fruchten und bereits im Verkauf einzelne Gurken an den Pflanzen hingen, förderte dies zusätzlich den Verkauf.“

Eine Beratung, so Menger, war gar nicht mehr notwendig. „Viele Kunden fragten auch bereits gezielt nach ‚Lilli Liliput‘. Obwohl (oder weil) wir in unseren Gewächshäusern Gemüse zum Selbsternten anbieten, steigt der Verkauf von Gemüsepflanzen in unserem Betrieb stetig.“ Für besondere Gemüsepflanzen seien die Kunden sogar gerne bereit, mehr Geld auszugeben, so Mengers Erfahrungen.

Familien mit kleinen Kindern von Mini-Gurken besonders begeistert

Ernst Hauth (Talentschmiede Hilpoltstein/Rummelsberger Werkstätten) produziert in der Auhof-Gärtnerei mit einem Team von 50 Mitarbeitern – darunter 30 mit Handicap – schon seit rund acht Jahren Mini-Gurken im Gemüsesortiment. „Bei uns können die Kunden das ganze Sortiment jeweils in den Gewächshäusern und im Hofladen sehen. Sie können Gemüse aus dem Freiland selbst ernten oder sich im Hofladen bedienen. Besonders Familien mit kleinen Kindern sind von den Snack-Gurken immer wieder begeistert“, zeigt Hauth auf.

In Hilpoltstein wird die Snack- oder Fingergurke wie sie hier vielfach genannt wird als Jungpflanze und als Fertigprodukt angeboten. „Wir haben die Mini-Gurke dieses Jahr auch in Ampeln gepflanzt“, ergänzt Hauth.

Mehr Gurken verkauft und produziert als in den Vorjahren

Wilhelm Rippel von der Gärtnerei Rippel hat dieses Jahr für die Fränkischen Gärtner, die „Lilli Liliput“ nicht selbst kultiviert haben, Jungpflanzen vorgezogen. Er habe definitiv mehr Gurken produziert und verkauft als in den Vorjahren, so Rippels Fazit. Dies gelte jedoch in ähnlicher Weise für Tomaten und Paprika, während definitiv weniger Jungpflanzen für Kraut und Co. verkauft werden.

Mehr zu „Lilli Liliput“ und den Erfahrungen von Bayerns Gärtnern mit dem „Gemüse des Jahres“ lesen Sie im kompletten Beitrag, der in der TASPO 21/2019 erschienen ist.