Grüne Branche

Gemüse immer beliebter

Nach zögerlichem Beginn kommt die Produktion von Salaten in den deutschen Anbaugebieten immer besser in Gang, meldet die Zentrale Markt- und Preisberichtstelle (ZMP) für die Woche 22. Vor allem bei Kopfsalat sind die Mengen schon so groß, dass bei nur mäßigem Kaufinteresse teils deutliche Preisrückgänge zu verzeichnen sind. Bei Bunten Salaten sind Angebots- und Preisdruck noch etwas geringer als bei Kopfsalat. Die letzten Importe an spanischem Eissalat werden bis zum Ende der 21. Woche verkauft sein. Der Spargelmarkt hat sich im Verlauf der 21. Woche von dem Preisverfall in den Vorwochen etwas erholt. Erste Ertragsanlagen wurden aus der Ernte genommen, und die kühleren Temperaturen regional in Verbindung mit Niederschlägen reduzierten die Mengen zusätzlich. Für frische Spitzenzufuhren sind teilweise schon wieder Preisanhebungen durchsetzbar.

Fruchtgemüsearten wie Salatgurken, Tomaten oder Zucchini sind in ausreichendem Maße verfügbar. Salatgurken und Tomaten auch schon in größerem Umfang aus deutscher Produktion. Die aktuelle Warenverfügbarkeit lässt keinen Raum für Preisanhebungen. Ganz grundsätzlich greifen die Deutschen vermehrt zum Gemüse. So stieg der Pro-Kopf-Verbrauch in den vergangenen 15 Jahren in Deutschland um ein Fünftel von 80 auf mehr als 96 Kilogramm Salat, Kohl & Co., teilt die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen mit. Deshalb wurde die Anbaufläche bis 2007 bundesweit auf 112.700 Hektar ausgeweitet. Auch die nordrhein-westfälischen Gemüsebauern reagierten und dehnten ihre Anbauflächen in den vergangenen fünf Jahren aus.

Das Landesamt für Statistik ermittelte für Nordrhein-Westfalen eine Gemüseanbaufläche von 20.040 Hektar im Freiland und knapp 250 Hektar in Unterglasanlagen. Die größte Steigerung hat der Spargel in den vergangenen drei Jahren erreicht. Mit 3.320 Hektar wurden gegenüber 2004 plus acht Prozent oder 240 Hektar mehr Spargel in Nordrhein-Westfalen ermittelt. Mit einer Anbaufläche von 2.045 Hektar rangiert die Produktion von Möhren und Karotten unverändert an zweiter Stelle in der NRW-Gemüseproduktion, vor knapp 1.600 Hektar Spinat sowie 1.230 Hektar Buschbohnen.