Grüne Branche

Gemüsebau: Von nachhaltiger Produktion profitieren

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In Krefeld fand im November die 54. Herbsttagung der Bundesfachgruppe Gemüsebau (BfG) statt. Die beherrschenden Themen war vor allen Dingen der Klima- und Umweltschutz und welche neuen Chancen dieser dem Gemüseanbau eröffne.

Auf der 54. Herbsttagung des deutschen Gemüsebaus stand vor allem die Marketing-Strategie im Fokus. Foto: BfG/ Aldenhoff

Chancen für den Gemüsebau durch gesellschaftliche Diskussionen

Demnach könnte die öffentliche und allgegenwärtig geführte Debatte rund um Klima- und Umweltschutz neue Chancen am Markt für den deutschen Gemüseanbau eröffnen. Darin waren sich die Fachreferenten auf der 54. Herbsttagung der Bundesfachgruppe Gemüsebau in Krefeld einig. Diskutiert wurde zum Thema „Handel im Wandel – Wie tickt der Verbraucher von heute?“. In verschiedenen Vorträgen präsentierten Referenten ihre Positionen dazu.  

Heimische Produktion stärker fürs Marketing nutzen

Dr. Anke Zühlsdorf von der Zühlsdorf + Partner Agentur für Verbraucherforschung und Lebensmittelmarketing stellte die Chancen heraus, die sich für das Marketing ergeben können. Dabei wurden die Praktiker aufgefordert, die Diskussionen um heimische Produkte viel stärker für sich zu nutzen. Für eine authentische Kommunikation und ehrliche Darstellung der Produktion warben auch Pit Rauert und Martin Dunker von der intention Werbeagentur.

Verbraucher interessieren sich mehr für Produktionsweise  

Auch wurde deutlich gemacht, dass der Gemüsebau von der gesteigerten Wahrnehmung der Verbraucher gegenüber nachhaltiger Produktion, dem Genuss von ursprünglichen und qualitativ hochwertigen Lebensmitteln deutlich profitieren kann. Zwar gebe es heterogene Verbrauchergruppen, doch ein Großteil lege heutzutage besonders auf Qualität wert und achte dabei weniger auf den Preis der Lebensmittel. Die vorgestellten Studien zeigten deutlich, dass sich ein Großteil der Verbraucher immer mehr für Ernährung interessiert und auch insbesondere auf dessen Produktionsweise achtet. Aus Marketingsicht sollten die Erzeuger ehrlich und authentisch über die Art und Weise, wie regional Gemüse angebaut wird, informieren. Zum Abschluss der Tagung ging es auf eine Fachbesichtigung der Neurather Gärtner in Grevenbroich-Neurath, wo die moderne Gewächshausanlage besichtigt werden konnte (TASPO Online berichtete). Dort wird nahezu CO2 neutral durch Nutzung von Abwärme des benachbarten Blockheizkraftwerkes produziert.