Gemüseernte um zehn Prozent gestiegen

Veröffentlichungsdatum: , Sven Weschnowsky / TASPO Online

2021 war die Karotte das dominierende Gemüse beim Anbau. Symbolfoto: cocoparisienne/ Pixabay

Das Statistische Bundesamt (Destatis) hat die Zahlen der Gemüseernte des vergangenen Jahres bekannt gegeben, demnach wurden 2021 zehn Prozent mehr geerntet als im Vorjahr. Die dominierende Gemüseart in Deutschland war die Karotte.

Anbaufläche und Erntemenge gestiegen

Insgesamt produzierten 6.260 Betriebe in Deutschland 4,3 Millionen Tonnen Gemüse, was einen Anstieg von zehn Prozent gegenüber dem Jahr 2020 bedeutet. Zudem sei die Ernte um 15 Prozent höher ausgefallen als im Durchschnitt der Jahre 2015 bis 2020. Auch die Anbaufläche sei demnach etwas gestiegen, laut Destatis wurde 2021 auf 131.900 Hektar produziert, was vier Prozent mehr als noch 2020 gleichkommt und fünf Prozent mehr als im Durchschnitt der oben angeführten fünf Jahre. Auch der Anteil der ökologisch produzierten Gemüsearten sei demnach gestiegen. Insgesamt nehme die ökologische Produktion einen Anteil von 14 Prozent der gesamten Anbaufläche und elf Prozent der Ernte ein. Die Betriebe wirtschafteten auf insgesamt 18.500 Hektar und produzierten dabei 476.700 Tonnen Gemüse. Der Anstieg der Erntemenge bedeutet im Vergleich zu 2020 gar 18 Prozent, im Vergleich mit dem Durchschnitt der Jahre 2015 bis 2020 sogar 47 Prozent.

Karotten und Speisezwiebeln dominierend

Bei Betrachtung der einzelnen Gemüsearten waren Karotten und Speisezwiebeln die dominierenden Sorten. Von der Karotte wurden rund 962.000 Tonnen im Freiland geerntet, auch hier ist damit eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr (20 Prozent) und dem Durchschnitt (40 Prozent) zu verzeichnen. Es folgt die Speisezwiebel mit einem Plus von 23 Prozent gegenüber dem Vorjahr und einer Erntemenge von 664.300 Tonnen. Auf Rang drei steht Weißkohl mit 434.900 Tonnen Erntemenge und einer Abnahme von zwei Prozent gegenüber 2021.

Nordrhein-Westfalen Spitzenreiter beim Gemüseanbau

Im Freiland wurde auf vier Prozent mehr Fläche in Deutschland angebaut (130.500 Hektar) bei den Bundesländern war erneut Nordrhein-Westfalen Spitzenreiter bei den Gemüseanbauflächen. Im bevölkerungsreichsten Bundesland wurde auf 29.000 Hektar im Freiland angebaut, es folgen Niedersachsen mit 22.300 Hektar und Rheinland-Pfalz mit 17.900 Hektar. Einen Zuwachs von vier Prozent erfuhr auch der Anbau in Gewächshäusern und unter Schutzabdeckungen. Hier wurden auf 1.300 Hektar 201.500 Tonnen (plus drei Prozent) produziert. Dominierend waren hier Tomaten mit 101.800 Tonnen und Salatgurken mit 67.000 Tonnen (Plus sechs Prozent), es folgt die Paprika mit 17.800 Tonnen (plus elf Prozent).