Gemüsehof in Mamming mit Corona-Neuinfektionen

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Nach der Masseninfektion auf einem Gemüsehof, gibt es dort Neuinfektionen. Die Gemeinde gilt als Corona-Hotspot Deutschlands. Symbolfoto: Jai79 / Pixabay

Der wegen der Corona-Infektion vieler Saisonarbeitskräfte in die Schlagzeilen geratene Gemüsehof im bayerischen Mamming hat übereinstimmenden Medienberichten zufolge weitere 17 Neuinfektionen zu verzeichnen.

Corona-Ausbruch auf Gemüsehof Ende Juli

Ende Juli ergaben Tests auf dem Gemüsehof in Mamming, der unter anderem für die Gurkenernte vornehmlich Saisonarbeitskräfte aus Ungarn, Rumänien, Bulgarien und der Ukraine beschäftigt, dass zunächst sieben Saisonarbeitskräfte mit dem neuartigen Corona-Virus infiziert waren. Daraufhin ordneten die örtlichen Behörden die Testung der gesamten Belegschaft von insgesamt rund 480 Mitarbeitern an. Die Ergebnisse waren schockierend, denn neben den bereits bekannten sieben Fällen waren 167 weitere Erntehelfer positiv auf das Virus getestet worden (TASPO Online berichtete). Der gesamte Betrieb wurde daraufhin unter Quarantäne gestellt und auch die Ernte ruhte.

17 neue Infektionen auf Gemüsehof

Nach diesem Corona-Massenausbruch auf dem Gemüsehof wurde mehrere Reihentestungen unter den Mitarbeitern durchgeführt. Eine dritte Reihentestung auf diesem Betrieb all jener Saisonarbeitskräfte, deren Befunde nach der Erst- und Zweit-Testung negativ waren, ergab schließlich den Befund von 17 Neuinfektionen. Insgesamt wurden 231 Männer und Frauen getestet, von denen 214 negative Befunde aufwiesen. Als akut infiziert gelten auf dem Gemüsehof derzeit 80 Saisonarbeitskräfte. Unmittelbar nach den jüngsten Testergebnissen wurden die 17 Neu-Infizierten von den Negativ-Getesteten getrennt.

Mamming als bundesweiter Corona-Hotspot

In der gesamten Gemeinde Mamming wurden laut Bayerischem Rundfunk (BR) bei mittlerweile 415 Menschen Sars-CoV-2 nachgewiesen. Zunächst waren es mehr als 230 Personen, die in der Gurken-Ernte saisonal beschäftigt waren. Mittlerweile wurde das Corona-Virus auch bei mehr als 160 Mitarbeitern eines Konservenherstellers, der von dem Gemüsehof beliefert wird, festgestellt. Die Arbeiter und Arbeiterinnen stehen unter Quarantäne, die unter anderem auch von der Bereitschaftspolizei kontrolliert wird. Es laufen weitere Reihentestungen, die Auswertung dauert noch an. Experten gehen weiter davon aus, dass es sich bei den Infektionsfällen um einen geschlossenen Kreis innerhalb der Erntehelfer und Mitarbeiter handelt und das Virus nicht auf die Bevölkerung übertragen wurde.

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