Grüne Branche

Gemüsebau: die Pfalz bleibt auf Wachstumskurs

Auf mittlerweile über 19.000 Hektar Anbaufläche wird in der Pfalz Gemüse wie Radieschen, Blumenkohl, Salate, Spargel, Möhren, Lauch, Feldsalat, Zwiebeln, Spinat vor allem für den Frischmarkt von 560 Betrieben angebaut und über den Pfalzmarkt in Mutterstadt vermarktet. Damit bleibt die Pfalz ein sehr bedeutendes geschlossenes Gemüseanbaugebiet in Deutschland. 

Zusätzlich werden in der Pfalz Gemüsearten für die Tiefkühlverarbeitung (Frosta) und für die Kräutertrocknung angebaut. 85 Biobetriebe kultivieren eine Fläche von 750 Hektar. Der Gesamtumsatz in der Pfalz wird auf rund 350 Millionen Euro geschätzt. Sechs professionelle Jungpflanzenbetriebe aus der Region liefern auf kurzen Wegen die Jungpflanzen in Erdpresstöpfen. 24 Prozent der Anbaufläche unterliegt der Ernteverfrühung (etwa 4.500 Hektar).

Eine professionelle Beratung mit Berufsschul- und Fachschulausbildung sichert den Wirtschaftsstandort. 1.200 feste und über 26.000 Saisonarbeitskräfte sorgen für einen weitgehend reibungslosen Ablauf des Pfälzer Gemüsebaus. In der Pfalz fallen 450 bis 600 mm Niederschlag jährlich, eine Großraumberegnung sichert den Anbau vieler Gemüsearten in hoher Qualität.

Auf Einladung des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Pfalz Süd und des Landesverbandes Gartenbau Rheinland-Pfalz fand die 48. Herbsttagung des deutschen Gemüsebaus vom 20. bis 23. November 2013 (nach 1975 zum zweiten Mal) in Deidesheim statt. Abgerundet wurde die Tagung mit den Besichtigungen der Lehr- und Versuchsanstalt Gemüsebau Queckbrunnerhof, Enza Zaden Deutschland und des Besuchs beim Pfalzmarkt für Obst und Gemüse in Mutterstadt.

Die 49. Herbsttagung 2014 soll auf Einladung des dortigen Landesverbandes Gartenbau in Brandenburg stattfinden. (zvg/bfg)