Grüne Branche

Genbank für Zierpflanzen wird ausgebaut

Der Ausbau der Deutschen Genbank Zierpflanzen ist ein wichtiges Ziel des Nationalen Fachprogrammes zur Erhaltung und nachhaltigen Nutzung von pflanzengenetischen Ressourcen des Bundeslandwirtschaftsministeriums. Nun haben die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) und das Bundessortenamt (BSA) laut BLE eine Vereinbarung unterzeichnet, mit der das Genbanknetzwerk nun durch das Gewinnen sammlungshaltender oder unterstützenden Partner ausgebaut werden kann.

Die Deutsche Genbank Zierpflanzen hat die Aufgabe, genetische Ressourcen von Zierpflanzen für die Zukunft zu bewahren, um die genetische Vielfalt zu erhalten und Material für die Nutzung in Züchtung sowie Forschung bereitzustellen. Es handelt sich dabei um ein Netzwerk aus Sammlungen, das seit 2009 besteht. Dieses Netzwerk wird durch die BLE koordiniert.

Der Aufbau der Deutschen Genbank Zierpflanzen startete 2009 mit der Gründung der Deutschen Genbank Rose. Als zweiter Baustein folgte 2010 die Gründung der Deutschen Genbank Rhododendron. Mit der nun unterzeichneten Vereinbarung zwischen BLE und BSA zur Etablierung und zum Betrieb der Genbank für samenvermehrte Zierpflanzen wurde laut BLE das dritte Teilnetzwerk der Deutschen Genbank Zierpflanzen auf den Weg gebracht. Das BSA fungiert dabei als Koordinierungsstelle der Genbank für samenvermehrte Zierpflanzen.

Die Einlagerung von samenvermehrten Zierpflanzen beim BSA startete bereits 2012 mit der Übernahme von 93 Proben samenvermehrter Zierpflanzen der Firma Benary. Beim BSA wird das Saatgut unter geeigneten Bedingungen gelagert, es werden Proben vermehrt und zudem auch Pflanzenmerkmale dokumentiert. Erste Planungen zu dieser Genbank fanden im Jahr 2009 bei der BLE statt.

Das gemeinsame Ziel aller Beteiligten aus Politik, Wissenschaft und Praxis sei, mit dem Start der Genbank die gefährdeten genetischen Ressourcen bei samenvermehrten Zierpflanzen zu erhalten. (ts/ble)

Mehr Informationen erhalten Sie unter www.bundessortenamt.de und www.genres.de.