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Gentechnik: Petunien vom Markt genommen

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Drei orangefarbene Petuniensorten wurden in Finnland vom Markt genommen, weil sie widerrechtlich gentechnisch verändert wurden. Diese Info hat das Bundesministerium Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) auf Anfrage der TASPO bestätigt. Auch deutsche Firmen könnten an der Manipulation beteiligt sein.

Hier eine nicht gentechnisch veränderte Petuniensorte.

Gentechnisch veränderte Petunien in Anbau und Vermarktung nicht erlaubt

„In der EU gibt es keine Zulassung für den Anbau oder die Vermarktung von gentechnisch veränderten Petunien. Betroffen waren Petunien, die in Finnland unter den Handelsnamen African Sunset, Pegasus Orange Morn, Pegasus Orange, Pegasus Table Orange, Potunia Plus Papaya, Go!Tunia Orange, Bonnie Orange, Sanguna Patio Salmon und Sanguna Salmon vermarktet werden. Nach Angaben der finnischen Behörden wurden die betroffenen Stecklinge beziehungsweise das Saatgut auch aus Deutschland bezogen. Die finnischen Behörden stellen fest, dass von den orangefarbenen Petunien kein Risiko für die menschliche Gesundheit oder die Umwelt ausgeht. Bei Petunien handelt es sich um einjährige Zierpflanzen. Weder die Pflanzen noch das Saatgut sind winterhart“, heißt es im Statement des BVL.

Finnische Behörde macht auf genmanipulierte Petunien aufmerksam

„Am 27. April 2017 informierte die zuständige finnische Behörde für Lebensmittelsicherheit (Evira) auf ihren Internetseiten darüber, dass orangefarbene Petunien (Zierpflanzen) und Saatgut solcher Petunien in Finnland vom Markt genommen wurden. Aufgrund ihrer auffälligen, für Petunien untypischen orangenen Blütenfarbe wurden Pflanzen verschiedener Handelsnamen molekularbiologisch untersucht. Es wurden gentechnische Veränderungen nachgewiesen. Die für Gentechnikbelange zuständigen Behörden der Bundesländer und der Bundesverband Zierpflanzen (BVZ) sind informiert. Gesicherte Erkenntnisse darüber, ob auch in Deutschland gentechnische Petunien auf dem Markt sind, liegen bisher nicht vor“, lautet die Antwort des Ministeriums weiter. 

Link zur Meldung der finnischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (Evira).