Grüne Branche

Geprägt durch zahlreiche Auf und Ab’s: Gärtnersiedlung Lüllingen

Auf eine 75-jährige Geschichte kann die älteste deutsche Gärtnersiedlung Lüllingen zurückblicken. Am 30. Juli feierte die Siedlung ihr 75-jähriges Bestehen und lud am 31. Juli zu einem Tag der offenen Tür in den elf Betrieben ein. Der Kreis Geldern hatte Ende der 30er Jahre in Zusammenarbeit mit dem Leiter der Erzeugerversteigerung, Hans Tenhaeff, die Idee entwickelt, Neuland und eine neue Existenzgrundlage zu schaffen. Zunächst wurden 120 Morgen Land gerodet und kultiviert. Nach entsprechender Aufteilung des Geländes wurden 17 Wohnhäuser mit Anbau erstellt. Zu jeder Siedlerstelle kam ein 350 Quadratmeter großes Kalthaus mit 50 Frühbeetkästen oder zusätzlich ein Warmhaus für Anzuchtzwecke. Den Anbauschwerpunkt bildete bis nach dem zweiten Weltkrieg der Gemüsebau. In den 50er Jahren hielten dann Schnittblumen Einzug in die Betriebe. Als dritte Entwicklungsstufe kamen die Topfpflanzen. Die heute noch elf Betriebe bewirtschaften eine Fläche von rund 60 Hektar Freiland und zehn Hektar Hochglas. Einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung der Gärtnersiedlung hat die Nähe zu Vermarktungseinrichtungen, wie der früheren Versteigerung der UGA in Straelen, der dann gefolgten GVG in Lüllingen und den jetzigen NBV/UGA Niederlassungen gebracht. Was die Lüllinger Gärtner von der Zukunft erwarten und wo sie ihre Chancen sehen, lesen Sie in ihren Statements in der aktuellen TASPO.