Grüne Branche

Gerberakultur: Trend zu längeren Standzeiten und zur Kultur in Containern

Die Kultur von Schnittgerbera habe in den letzten Jahren einen Wandel vollzogen, meldet das Blumenbüro Holland im Jungpflanzenteil der Mai-Ausgabe seines Fachpresseportals. Eine wichtige Entwicklung der letzten Jahre sei die Verlängerung der Standzeiten bis zur Neupflanzung. Das Verfahren, nach etwa zweieinhalb Jahren neu zu pflanzen, ist laut Blumenbüro Holland auf dem Rückzug. Die Standzeiten seien auf durchschnittlich 3,7 Jahre angestiegen. Damit aber wären andere Kultursysteme notwendig als die noch oft verwendeten Steinwollmatten. Gerberakultur in Töpfen gewinne an Bedeutung, auch außerhalb der Niederlande. Dieses Verfahren ermögliche bessere Kontrolle auf Krankheitsbefall. Kranke Pflanzen könnten hierbei leicht entfernt werden, ohne anderen Pflanzen zu schaden. Dies sorgt für weniger Ausfälle. Gerbera in Töpfen (Containern) zu kultivieren, verringere auch die Leerzeiten. Früher war die Produktion im Betrieb etwa zwei Monate unterbrochen, nachdem man das Gewächshaus geräumt und für die neuen Kulturpflanzen vorbereitet hatte. Heute kultivieren die Vermehrungsbetriebe immer häufiger Gerbera in 19er-Töpfen zu größeren Exemplaren, damit der Gärtner seine Produktion nur möglichst kurz unterbrechen muss. Erst kurz vor Blühbeginn würden die Pflanzen ins Gewächshaus der Produktionsgärtnerei gestellt. Sie kann dadurch bereits nach zwei Wochen die Produktion wieder aufnehmen. Für die Lieferanten von Ausgangsmaterial habe sich auch das eine oder andere geändert. Logistik und Planung müssen vollständig an die neue Situation angepasst werden.