Grüne Branche

Geringerer Gewinn

Mit der Prognose zum durchschnittlichen Zierpflanzenbaubetrieb in Hessen 2007 liegt eine erste Auswertung konkreter Buchführungsergebnisse aus dem Jahr 2007 für Zierpflanzenbaubetriebe vor. Fazit: Umsatz gleich geblieben, Gewinn etwas niedriger als 2006. Die in Bad Homburg ansässige Buchstelle für Gartenbau und verwandte Betriebe (BFGS) untersuchte kurz nach dem Jahreswechsel wieder die wirtschaftliche Entwicklung hessischer Zierpflanzenbaubetriebe. Auf Basis von 19 Betrieben entstand die Prognose für einen "durchschnittlichen Zierpflanzenbaubetrieb in Hessen". Seit 1991 erstellt die Buchstelle unter der Leitung von Steuerberater/Wirtschaftsprüfer Horst-Dieter Riepe jährlich eine entsprechende Prognose. Wegen der geringen Anzahl von Betrieben ist es keine statistisch genaue Analyse, doch lassen sich Tendenzen erkennen. So verzeichneten die 19 Betriebe im Jahr 2007 bei stagnierendem Umsatz einen geringeren Gewinn als im Vorjahr. Das Umsatzniveau je Betrieb blieb bei 369.000 Euro. Der Gewinn sank von 43.000 Euro im Jahr 2006 auf 39.000 Euro in 2007. Der Cash Flow - also Gewinn plus AfA - war mit 49.000 Euro deutlich unter den 56.000 Euro vom Vorjahr. Bei den Aufwandsposten schlug sich der Preisanstieg des Heizmaterials in der Zunahme des Materialaufwands nieder: Von 165.000 Euro in 2006 auf 170.000 Euro in 2007. Demgegenüber blieb der Personalaufwand konstant bei 76.000 Euro.

Das Eigenkapitalniveau wurde trotz der geringeren Gewinne gehalten, da die Entnahmen niedriger als im Jahr zuvor ausfielen. Dennoch wies rund die Hälfte der untersuchten Gärtnereien zum 31. Dezember 2007 eine bilanzielle Überschuldung aus.