Grüne Branche

Geschichtsverein will Grabsteine erhalten

Was passiert mit den Gräbern von prominenten Rheinsbergern, wenn die Liegezeit abgelaufen ist? Und wer erklärt den Bürgern und Touristen, wem die auffälligen Grabstätten auf den beiden Friedhöfen der Kernstadt gehören? Der Verein Stadtgeschichte in Rheinsberg will mit einem neuen Projekt Antworten auf diese Fragen geben. 

Der Verein plant, einen zwei Meter breiten Streifen am Rand des kirchlichen Friedhofs in Rheinsberg zu pachten. Dort sollen Grabplatten und Grabsteine aufgestellt werden, die woanders keinen Platz haben. Außerdem soll dort eine Infotafel entstehen, die erklärt, an wen die Grabsteine erinnern – und die zeigt, wo die Gräber von bekannten Persönlichkeiten auf dem kirchlichen Friedhof zu finden sind. Die Fläche wird die Kirche kostenlos zur Verfügung stellen, sagte der Vereinsvorsitzende Jörg Möller.

Auslöser für das Projekt ist ein Geschenk, dass der Verein vor einiger Zeit bekam. Es handelt sich um die Grabplatte des Leibarztes von Prinz Heinrich, ein mal zwei Meter groß, aus Gusseisen und 400 Kilo schwer. Die Platte liege bereits provisorisch auf der für die Gedenkecke vorgesehenen Fläche. Der Verein will sie senkrecht aufstellen lassen, daneben wäre dann Platz für weitere Grabsteine, rundherum soll ein Kiesbett für einen ansprechenden Anblick sorgen.

An den noch vorhandenen prominenten Grabstätten sollen kleine Tafeln darüber informieren, wer dort begraben ist. Den Großteil der Kosten für das Projekt bekomme der Verein über Sponsoren, so Möller. Sie helfen auch mit ihrer Technik beim Umbau der Fläche. Die Finanzierungslücke von rund 1.000 Euro werde der Ortsbeirat decken.– fk –
Quelle: Märkische Allgemeine