Grüne Branche

Getestet: Gemüsesorten für Balkon, Terrasse + Hochbeet

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Wie gut, gesund, ertragreich und schmackhaft sind tatsächlich Genusspflanzen, die beim Verbraucher derzeit so beliebt sind? Dieser Frage geht die LWG Veitshöchheim nach und testet jährlich ein ausgewähltes Sortiment neuer Genusspflanzen hinsichtlich Kultur- und Gartenleistung, einschließlich erzielbarer Erträge. 2020 standen 58 neue Patio-Gemüse- und Obstsorten im Test.

An der LWG Veitshöchheim wurden Genusspflanzen für Balkon und Terrasse getestet. Foto: LWG Veitshöchheim

Anzucht – Licht und Hygiene entscheidend

Die komplette Anzucht fand in einem sehr hellen Gewächshaus auf Ebbe-Flut-Tischen statt. Saatgutsorten wurden überwiegend selbst vermehrt. Bei dem Bezug von Jungpflanzen kam der Eingangskontrolle eine besondere Bedeutung zu, um jede Möglichkeit der Ausbreitung von Krankheiten und Schädlingen vorzubeugen. Alle Pflanzen wurden in KW 10 – 12 (Gurken und Melonen bis KW 16) in einem torfreduzierten Substrat (SP T Perl torfreduziert mit 50 % Weißtorf, Einheitserdewerk Patzer) getopft und phosphorreduziert gedüngt (Ferty 3 Ecophos, 18-6-18, Planta Düngemittel GmbH). Die Tagesmitteltemperatur betrug in diesem Gewächshaus 18,8 °C bei einer Heiztempertur von 16 °C in der Hauptwachstumsphase (Lüftungstemperatur 19 °C). Ab Woche 16 wurde zusätzlich für 4 Stunden ein Cool Morning zur Regulierung des Längenwachstums eingestellt (Heiztemperatur 8 °C und Lüftungstemperatur 12 °C zu Sonnenaufgang). Der Energiebedarf betrug von Woche 10 bis einschließlich Woche 19 insgesamt 39,45 kwh/m2 (Brutto). Ab Woche 17 traten bei einigen Arten (z.B. Solanum muricatum) Blattläuse auf. Der Pflanzenschutz erfolgte biologisch.

Gartenleistungsprüfung – Torfreduziert und unkompliziert, aber Echter Mehltau

Für die Gartenleistungsprüfung wurden alle Sorten in 40-cm-Container (24 l) mit jeweils 1 Pflanze (Ausnahme Rubus ideus mit 2 Pflanzen), in 35-cm Ampeln (11,5 l) oder in Cubico 40 (31 l) und in einem torfreduzierten Verbrauchersubstrat (Blumenerden mit Naturton, 50 % torfreduziert, Einheitserdewerk Patzer) getopft und über eine Bewässerungsdüngung kontinuierlich  mit 0,08 – 0,12 % Mehrnährstoffdünger (18-10-18 Peters Excel Hard Water Grow Special, ICL Ferilizer) versorgt. Die Aufstellung der Sortimente erfolgte an einem sonnigen, ungeschützten Standort. Ab Woche 27 trat bei vielen Pflanzenarten und Sorten ein Befall mit Echtem Mehltau auf, ab Woche 32 kam teilweise noch Falscher Mehltau hinzu. Betroffen waren insbesondere Snack-Gurken-Sorten (Cucumis sativus) und Zucchini mit dekorativen Früchten (Cucurbita pepo), die nur bis Woche 32 beerntet werden konnten und anschließend aufgrund des starken Befalles aus der Gartenleistungsprüfung entfernt werden mussten.

Solanum lycopersicum: Kompakte Patio-Tomaten und wüchsige Naschbomben

Sechs Patio-Sorten wurde in Woche 12 in 12-cm-Töpfe getopft, fünf Sorten davon kamen aus der eigenen Vermehrung über unbehandeltes Saatgut. Ab Woche 16/17 zeigten 50 % der Sortenbestände Blüten, 5 Wochen später deutlichen Fruchtansatz. Am schnellsten war die Sorte 'Brasil Red' (Volmary), die bereits in Woche 17 sichtbare Früchte trug, aber später im Ertrag schwächelte. Kompakt in der Kultur blieben nur die Sorten 'Brasil Red', 'Lemon Sherbet F1' (Syngenta Flowers), beide mit einer Höhe Ende April von 20 – 25 cm. Alle anderen Sorten bedurfte einer Pflanzenstütze, wobei 'Summerlast F1' (Syngenta Flowers) mit knapp 40 cm Höhe noch an annehmbarsten war. Am stärksten wuchs die Mini-Pflaumentomate 'Romello F1' (Graines Voltz) mit einer Pflanzenhöhe von 50 cm zu Vermarktungsbeginn.

Attraktiv im Container aufgrund des kompakten, buschigen und gesunden Wuchses blieben die Sorten  'Lemon Sherbet' mit kleinen, gelben, ca. 3 cm großen Früchten und einer Pflanzenhöhe von ca. 50 cm und 'Summerlast F1' mit etwas größeren Früchten und einer Höhe bis 65 cm. Für die ertragreichen und gesunden Sorten 'Lizzano F1' mit fast 100 cm Höhe und 'Romello F1' (77 cm Höhe, s. Foto oben) waren Standhilfen unabdingbar. Alle Sorten konnten von Woche 25 bis 37 beerntet werden. Der Ertragshöhepunkt lag in den Woche 32 bis 34. Den höchsten Ertrag erzielte 'Summerlast F1' (s. Foto rechts) mit 9,5 kg und 171 Früchten à 55,5 g Fruchtgewicht. An zweiter Stelle folgte 'Romello F1' mit 7,3 kg. Von den platzfesten und süßen Tomaten in der Größe von Minipflaumen konnten fast 1.300 schmackhafte Früchte mit einem Gewicht von durchschnittlich 5,6 g genascht werden.

Solanum melogena – Kleine Auberginen in farbenfroher Optik!

'Diamond Lilac' und 'Diamond Purple' (Volmary) trugen bei Topftermin in Woche 10 bereits 7 Wochen später die ersten Blüten und waren in einer hervorragenden Qualität mit einer Pflanzenhöhe von 40 cm verkaufsbereit. In Freiland entpuppten sich beide Sorten als kräftig und gesund im Wuchs. Gepflanzt und gestäbelt mit jeweils einer Pflanze je 40-cm-Container erzielte 'Diamond Purple' eine Höhe von 91 cm, gefolgt von 'Diamond Lilac' mit 82 cm. Beide Sorten boten Fruchtansatz ab Woche 24, der Ertragshöhepunkt lag in den Woche 32 – 33. Je Pflanze konnten durchschnittlich 4,8 kg Früchte geerntet werden, wobei 'Diamond Lilac' deutlich mehr (122 Früchte), aber kleiner Früchte als die Partnersorte 'Diamond Purple' (82 Früchte) zu bieten hatte. Der metallisch-lila Farbton der kleinen, 40 g schweren Früchte von 'Diamond Lilac' entpuppte sich als Knaller in der kulinarischen Verwendung. Gezähmter im Wuchs, handlicher in der Vermarktung und in der Containerbepflanzung präsentierte sich die Sorte 'Pinestripe F1' (Syngenta Flowers, Graines Voltz) mit einer Höhe von 67 cm in der Gartenleistungsprüfung. Da die Sorte erst in Woche 12 ausgesät werden konnte, zeigten sich die ersten, lavendelfarbenen Blüten in Woche 22 und die ersten Früchte in Woche 28. Die dekorativen, violett-weiß gemusterten Früchte hatten ein durchschnittliches Gewicht von 158 g. Je Pflanze wurden 30 Früchte und insgesamt 4,7 kg geerntet.

Solanum muricatum – Exotische und zuckersüße Melonenbirnen

Von den getesteten Sorten gefiel besonders die Sorte 'Copa' (Volmary) aufgrund ihres gesunden und angenehm kompakten Wuchses und des hohen Ertrages von 10,7 kg je Pflanze. Bei Topfen in Woche 11 und einmaligem Stutzen präsentierten sich die Pflanzen ab Woche 17 als sehr attraktive Rohware mit einer Höhe von 25 cm. Ab Woche 20 zeigten sich die ersten Blüten. Im Freiland erreichten die buschigen Pflanzen eine Höhe von 70 cm. Von Woche 32 bis 37, mit Höhepunkt in Woche 35 konnten die durchschnittlich 306 g schweren hellgelben Früchte geerntet werden. Zum Genießen schneidet man die Früchte am besten längs auf und löffelt das zuckersüße, honiggelbe Fruchtfleisch ähnlich wie bei Kiwi heraus.

Capsicum annuum – Farbenfrohe Paprikaampeln!

'Volante Mild Orange' und 'Volante Mild Yellow' (Volmary) wurden in Woche 10 als Jungpflanzen getopft und bildeten in Woche 18 die ersten Blüten. In der Kultur wuchsen die Pflanzen sehr kompakt und langsam. Für eine 12-cm-Topf ist ein Pikieren mehrerer Jungpflanzen empfehlenswert. In Woche 18 hatten die Pflanzen eine Höhe von 9 cm ab Topfrand. Gepflanzt in 35-cm-Ampeln mit 3 Töpfen je Ampel wuchsen die 'Volante Mild'-Ampelpaprika kugelig und kompakt mit einer gemessenen Trieblänge von 24 cm Anfang August. Hingucker waren die zahllosen kleinen, spitz zulaufenden Früchte, die zunächst grün erschienen und anschließend in leuchtendes Gelb und Orange umfärbten. Sie erinnerten von der Form her eher an gefährliche Chilies, wiesen jedoch keine Schärfe auf, sondern schmeckten eher süßlich und eignen sich so als farbenfrohe und dekorative Beilage auf Broten und in Salaten. Die Unterschiede zwischen beiden Farbsorten sind eher gering, 'Volante Mild Yellow' erwies sich jedoch als etwas ertragreicher. Je Pflanze konnte zwischen Woche 32 und 37 bis zu 170 Früchte mit einem Gewicht von 1,3 bis 1,6 g je Frucht geerntet werden.

Rheum rhabarberum – Immertragender Rhabarber

Nicht ganz neu am Markt, aber wenig bekannt ist der Herbstrhabarber 'Livingstone' für eine Containerbepflanzung. Im Gegensatz zu den bekannten Garten-Rhabarbersorten beendet 'Livingstone' das Wachstum nicht im Hochsommer, sondern entwickelt kontinuierlich ohne Ruhepause weitere rosarote Stiele mit zartem, hellrosa Fruchtfleisch und besitzt mit dem Frühsommer einen weiteren Ertragshöhepunkt im Herbst. In der Kultur wurden überwinterte Pflanzen von Lubera getopft. Auch Graines Voltz bietet (Wiedereinführung) Jungpflanzen im Tray 60 an. Bereits 5 Wochen später prästierten sich die Pflanzen in einer sehr schönen Verkaufsqualität mit einer Pflanzenhöhe von 25 cm. Mitte April trat ein leichter Befall mit Echtem Mehltau auf, dessen Weiterentwicklung durch eine Behandlung mit Kaliumhydrogencarbonat verhindert werden konnte. Eine Pflanzung von jeweils einer Pflanze in einen 40-Container führte nicht nur zu einer sehr aparten und gesunden Blattschmuckpflanze von 50 cm Höhe mit großen dunkelgrünen Laubblättern und leuchtend roten Stielen, sondern auch zu einem Ertrag von 4 kg. Geerntet wurde sporadisch, sobald die Pflanzen zu wuchtig für den Container wurden. Grundsätzlich sollte bei der Ernte (durch Herausdrehen der Stiele) mindestens 2/3 der Stiele belassen und auf eine kontinuierliche Nachentwicklung neuer Stiele geachtet werden. Die Pflanzen sind winterhart. Aufgrund der starken Regenerationskraft der Sorte können die dekorativen gelben Blüten im Sommer auch an der Pflanze als Zierwert belassen werden. Bei einer Auspflanzung im Garten sollten den Pflanzen ein Jahr Zeit zum Pflanzenaufbau gegeben und so im ersten Jahr auf eine Ernte verzichtet werden.

Ipomoea batatas - Süßkartoffeln mit Zierwert

Süßkartoffeln haben aufgrund ihres Genusserlebnisses und des Gesundheitswertes längst Eingang in unsere Küche gefunden. Leider bieten nicht alle schönen Ziersorten verwertbare Ernteerträge und die bekannten Gemüsesorten wie 'Beauregarde', 'Evangeline', 'Muraski' punkten eher mit Ertrag und starkem Wuchs jedoch nicht so sehr mit schmucken Laubblättern. Die neue 'Treasure Island'-Serie (Hishtil, Graines Voltz), deren sechs Sorten nach Inseln Französisch-Polynesiens benannt sind und unterschiedlichen attraktiven Laubfarben- und formen sowie verschiedenen Knollenfarben besitzen, soll nun beide Vorteile verbinden. Für einen Ertragstest wurden 20 neuere Sorten, darunter 3 bekannte Gemüsesorten nach einer Anzucht ab Woche 9 Anfang Mai in 35-cm-Ampeln mit jeweils 2 bis 3 Pflanzen (je nach Wuchsstärke) gepflanzt. Bereits in der Kultur punkteten die dunkellaubigen 'Treasure Island'-Sorten mit einer hervorragenden Verkaufsqualität ab Woche 16.  In der Optik als Ampelpflanze gefiel besonders die rund und kompakt wachsende 'Kaukura' mit großen violett-bronzefarben herzförmigen Blättern und einer Trieblänge von 50 cm ab Ampelrand, gefolgt von 'Manihi' mit rötlich-bronzefarbenen Ahornblättern, einer Trieblänge von über 80 cm und großen rötlichen Knollen. Die Sorte toppte sogar mit einem Ertrag von 2,06 kg Süßkartoffeln je Pflanze die rotschalige Gemüsesorte 'Beauregarde' (1,85 kg/Pflanze) und orangefleischige 'Evangeline' (1,8 kg/Pflanze). Auch 'Treasure Island Kaukura' bildete mit 1,75 kg je Pflanze reichlich Süßkartoffeln in der Ampel. Aber auch Ziersorten können verwendbare Süßkartoffeln produzieren: Spitzenreiter war die maigrüne Sorte 'Terrace Lime' (Kühne) mit 1,23 kg je Pflanze. Süßkartoffel bedürfen nach der Ernte im Herbst einem Aushärtungsprozess (Curing): Im Profi-Bereich werden die Knollen bei 27 – 33 °C und eine relative Luftfeuchte von 80 - 95 % für eine Dauer von 4 bis 10 Tagen gelagert. Durch den Curing-Prozess erfährt die Außenschale der Süßkartoffeln eine Härtung und durch den Abbau von Stärke zu Zucker entsteht die typische Genussqualität. Anschließend können die Süßkartoffeln bei 13 - 15 °C einige Wochen gelagert werden.

Rubus ideus – Himbeeren - zum Vernaschen lecker!

Von Himbeeren werden zweijährige Jungpflanzen (z.B. Graines Voltz, Lubera, Volmary) im Tray 60 oder 18 angeboten. Für die Containerbepflanzung eignen sich besonders kompakt wüchsige Selektionen, die an einjährigen Trieben fruchten. Pflegemaßnahme für solche Sorten sind für Freizeitgärtner besonders leicht nachvollziehbar. Im Frühjahr werden die alten Triebe nur bodennah zurückgeschnitten, um dem neuen Austrieb Platz zu machen. Oft werden sie auch als Herbsthimbeeren bezeichnet, obwohl je nach Frühzeitigkeit der Sorte bereits im Hochsommer Früchte erntbar sind.  9 Himbeer-Herkünfte waren im Test, die bereits 8 Wochen nach dem Topfen staatliche Höhen von 40 bzw. 65 cm bei 'Summerlovers Patio Gold' (Volmary) erreichten. Mit Ausnahme der dornenlosen Sorte 'Groovy' mit ungewöhnlichem grüngelben Laubblättern trugen alle Sorten in Woche 22 Blüten und 2 Wochen später Fruchtansatz. In dem kleinvolumigen Anzuchthaus trat bei allen Sorten, mit Ausnahme von 'Lowberry Sweet Sisters' in Woche 17 Echter Mehltau auf, der jedoch mit Kaliumhydrogencarbonat-Präparaten gut behandelt werden konnte. Die als sehr kompakt und schwach wüchsig ausgewiesenen Sorten für die Balkonbepflanzung 'Lowberry Baby Dwarf' (Lubera) und 'Summerlovers Petite Red' (Volmary) wurden in 40-cm Lechuza-Gefäße mit jeweils 4 Pflanzen gesetzt. Die Pflanzen entwickelten sich teilweise nur sehr schwach und zeigten sich sehr anfällig sowohl für Blattchlorosen als auch für Echtem Mehltau und bildeten nur wenig Früchte. Von den aufrecht wachsenden Sorten blieben 'Lowberry Little Sweet Sisters' (Lubera, Graines Voltz) und 'Summerlovers Patio Red' (Volmary) knapp unter 100 cm Pflanzenhöhe ab Topfrand. 'Lowberry Good as Gold' (Lubera, Graines Voltz) erreichte eine Pflanzenhöhe von 116 cm. Ungewöhnlich an dieser Sorte waren die goldgelben Früchte. Die Erträge der aufrecht wachsenden Sorten bewegten sich zwischen 0,76 und 1,24 kg je Pflanze und einer Fruchtanzahl von 212 bis 393 gezählten (und genaschten) Früchte von Woche 27 bis 37.

Fragaria - Erdbeeren vom Balkon

Im Test standen 7 immertragende Erdbeerensorten, darunter 'Parfum Ewig Liebi', mehrere 'Double Pleasure'-Sorten von Lubera und zwei neue halbgefüllt blühende Saatgutsorten von dem Erdbeerspezialist ABZ Seeds: 'Summer Breeze Rose' mit Blüten in einem kräftigen dunklen Pinkton und 'Summer Breeze Snow' mit großen reinweißen, rosenförmigen Blüten und hellroten Früchten. Beide Sorten wurden in Woche 6 ausgesät und in Woche 11 getopft. Sie blühten in Woche 17 und trugen Früchte ab Woche 22. 'Summer Breeze Rose' wurde auch von Syngenta als Jungpflanzen in Woche 8 bezogen und getopft. Bei diesem frühen Topftermin blühten die Pflanzen bereits in Woche 15 und präsentierten zwei Wochen später die ersten roten Früchte. In Woche 18 wiesen die Sorten bereits Ausläufer mit einer Länge von 40 – 50 cm auf.  Alle Erdbeer-Sorten wurden in Cubico 40 (Lechuza) mit jeweils 3 Pflanzen je Container gepflanzt. Die schönste Optik verbunden mit reichem Fruchtansatz über dem ganzen Sommer an den bis zu 65 cm-langen Ausläufern bot 'Summer Breeze Snow', gefolgt von 'Summer Breeze Rose', die mit 80 cm noch etwas längere Ausläufer bildete und schöne dunkelrote Früchte. Die 'Summer Breeze'-Sorten waren bereits ab Woche 24 beerntbar und bildeten insgesamt durchschnittlich 130 Früchte mit einem gesamten Erntegewicht von 460 g je Pflanze. Leider trat über den Sommer wiederholt Echter Mehltau auf, der die Optik und auch den Fruchtgenuss schmälerte. Tatsächlich blieb von allen getesteten Erdbeersorten nur eine Sorte frei von Echtem Mehltau: 'Double Pleasure Hanging Pink Wonder': Bei Topfen in Woche 11 begann die Sorte ab Woche 22 zu blühen. Die kräftig pinkfarbenen Blüten waren zunächst halbgefüllt und leicht gedreht wie kleine Windräder. Im Hochsommer verlor sich der Füllgrad der Blüten. Die Sorte erzielte auch die meisten Früchte: So konnten im Zeitraum von Woche 27 – 38 190 Früchte je Pflanze mit einem Gesamtgewicht von 578 g geerntet werden.

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