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Gewächshausbetriebe: Dänen-Karren als Gefahrenquelle?

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Stapelwagen als Gefahrenquelle: Weil zwei gestapelte Dänen-Karren in einem niederländischen Gewächshausbetrieb beim Versuch, sie auf unebenem Boden zu bewegen, aus dem Gleichgewicht gerieten und umkippten, hat ein Mitarbeiter einen Teil seines Fingers verloren. Die zuständige Kontrollbehörde ISZW will deshalb jetzt das Stapeln der Karren verbieten.

Mit Pflanzen beladene Container-Wagen. Foto: Jeanette Dietl/Fotolia

Zwar verfüge die Mehrheit der Gewächshausbetriebe über ebene Böden. Trotzdem sei es laut ISZW falsch gewesen, Dänen-Karren zu benutzen, weil diese keine Garantie gegen ein Umkippen geben würden.

ISZW: Dänen-Karren nicht zum Stapeln bestimmt

„Das Design der Dänen-Karren ist nicht zum Stapeln ausgelegt“, wird ein ISZW-Inspektor von LTO Glaskracht zitiert. Entsprechend könne ein Umkippen nicht ausgeschlossen werden. Zudem weist die ISZW darauf hin, dass das Chassis der Karren in vielen Fällen lediglich auf drei Stützen ruht. Genau das gelte es laut ISWZ aber zu vermeiden, weil damit gegen die Arbeitsvorschriften verstoßen werde.

Den Inspektoren zufolge zählt das Umkippen beziehungsweise Umstürzen von Arbeitsmitteln europaweit zu den zweithäufigsten Unfallursachen in Betrieben. Entsprechend verlangt die ISZW jetzt einen Aktionsplan von den Betrieben, wie sich solche Unfälle in Zukunft verhindern lassen. Sollte dieser ausbleiben, hat die ISZW bereits strenge Maßnahmen angekündigt.

Bei gestapelten Dänen-Karren droht vorübergehende Stilllegung des Betriebs

Dazu gehören unter anderem Kontrollen in den Betrieben. Sollten dabei gestapelte Dänen-Karren gefunden werden, droht dem betreffenden Betrieb die vorübergehende Stilllegung.

Wie LTO Glaskracht meldet, haben die zuständigen Stellen bereits Gespräche hierzu mit den Unternehmen aufgenommen.