Grüne Branche

Glyphosat

Die Abstimmung über eine Wiederzulassung von Glyphosat auf EU-Ebene wurde am 19. Mai erneut vertagt. Die 28 Ländervertreter konnten sich bei den Beratungen nicht einigen; eine qualifizierte Mehrheit (bei 260 von insgesamt 352 Stimmen) für eine weitere Zulassung sei Medienberichten zufolge nicht zu erwarten.

Deutschlands Position schwanke laut Spiegel Online weiterhin: Sowohl Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt als auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sprechen sich für Glyphosat aus, die SPD-geführten Bundesressorts sind dagegen. Die Genehmigung für die EU-weite Ausbringung von Glyphosat endet am 30. Juni, bis dahin sei keine weitere Ausschusssitzung geplant. So könne die EU-Kommission in Sachen Glyphosat nicht handeln.

Experten gehen davon aus, dass die EU-Kommission ihren Vorschlag zur Wiederzulassung von Glyphosat überarbeitet, um Kritikern entgegenzukommen. Dieser Vorschlag soll dann vor der Frist geprüft und von den Ländervertretern für gut befunden werden. Sonst müssen alle glyphosathaltigen Mittel innerhalb von sechs Monaten vom Markt verschwinden. ts/db

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