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Google-Ingenieur wird Salat-Produzent

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Von Google zur Salat-Farm: Brandon Alexander, ehemals Ingenieur bei dem Internet-Giganten, hat den Sprung gewagt und produziert jetzt frische Salate und Kräuter. Auf modernste Technik will der Geschäftsführer von Iron Ox aber dennoch nicht verzichten.

Brandon Alexander hat seinen Job bei Google gekündigt, um mit Robotertechnik frische Salate und Kräuter zu produzieren. Foto: Screenshot

Iron Ox produziert ohne Gentechnik und Pestizide

Das von Alexander zusammen mit Jon Binney, Doktor der Computerwissenschaften und Robotertechnik, gegründete Start-up-Unternehmen mit Sitz im kalifornischen San Carlos produziert derzeit verschiedene Salate, Kohle und Kräuter – grünen und roten Eichblattsalat, Römersalat, Kopfsalat, Kraus- und Palmkohl sowie Basilikum.

Bei deren Erzeugung verzichtet Iron Ox konsequent auf genveränderte Sorten sowie auf chemische Pflanzenschutzmittel. Stattdessen halten Nützlinge wie etwa Marienkäfer die Indoor-Salat-Farmen von Alexander und Binney frei von Schädlingen, wie das Unternehmen betont. Nachhaltig soll auch die Bewässerung sein, für die der frühere Google-Ingenieur und sein Kompagnon auf Hydroponik und Wasseraufbereitung durch Umkehrosmose setzen.

Roboter übernehmen Pflege der Salat-Pflanzen

Die Pflege seiner Salat-, Kräuter- und Kohl-Pflänzchen vertraut Iron Ox hauptsächlich modernsten Robotern an, von der Aussaat bis zur Ernte. „Die individuelle Aufmerksamkeit, die jede unserer Pflanzen bekommt, wäre allein mit menschlicher Arbeitskraft nicht machbar“, erklärt das Unternehmen auf seiner Internetseite. Und verspricht, dass es dank Automatisierung Erzeugnisse von besserer Qualität als aus konventionellem Anbau liefern könne.

Alexander stützt sich dabei unter anderem auf seine Erfahrungen mit herkömmlicher Erzeugung von frischen Produkten, die er bereits in früher Jugend durch Mitarbeit auf der Farm seines Großvaters machen konnte – und die seiner Meinung nach zu keinem befriedigenden Ergebnis führten.

Ziel des ehemaligen Google-Ingenieurs: frische Produkte smart und kostengünstig erzeugen

Auf der Suche nach Alternativen, reiste der ehemalige Google-Angestellte vor wenigen Jahren zusammen mit Binney durch Kalifornien und sprach mit vielen verschiedenen Gemüsebauern. „Zu hören bekamen wir immer dasselbe: Arbeitskräfte sind kostspielig und schwer zu finden, außerdem benötigen qualitativ hochwertige Naturprodukte konstante Pflege, was ebenfalls hohe Kosten verursacht. Also erarbeiteten wir einen Plan für eine smartere und günstigere Produktionsweise“, so die Iron-Ox-Gründer.

Mit Unterstützung des US-amerikanischen Gründerzentrums Y Combinator, das ausgewählte Start-up-Unternehmen gegen die Überschreibung von Firmenanteilen über einen Zeitraum von drei Jahren mit Geld, Tipps und Kontakten versorgt, und einem qualifizierten Team von Boeing-Mitarbeitern und Absolventen der Cornell University war schließlich im vergangenen Jahr der Weg für Alexander und Binney frei, um ihre Vision von einem „neuen und besseren Gewächshaus“ umzusetzen.

Iron Ox plant weltweite Expansion

Von San Carlos aus beliefert Iron Ox vorerst hauptsächlich Restaurants und Lebensmittelgeschäfte in der San Francisco Bay Area. Langfristig will das Unternehmen jedoch auch außerhalb der Metropolregion im nördlichen Kalifornien aktiv sein und Gewächshäuser in „Lebensmittel-Wüsten und Regionen auf der ganzen Welt, in denen frische Premium-Produkte Mangelware sind“ errichten, wie Alexander und Binney ihre Ziele beschreiben.

Mehr zu Iron Ox erfahren Sie im Video.