Grüne Branche

GPS hilft bei der Belegungsplanung

Gegenwärtig findet man in sehr vielen Friedhofsverwaltungen immer noch veraltete Bestandspläne vor. Einige sind mit Microsoft Standardprodukten erzeugt, andere sind von Hand gezeichnet, manche sogar mittels CAD erstellt. Allerdings teilen sie sich fast alle das gleiche Schicksal: Sie sind nicht mehr aktuell.

Die Leica Totalstation inklusive der GPS-Antenne – das sind die Ausrüstungsgegenstände, mit denen man den Bestandsplan und die Belegung eines Friedhofs ohne großen Aufwand und sehr genau ermitteln kann. Foto: Datalog

Aktuelle Bestandsdaten sind jedoch absolut notwendig und zwar nicht nur, um zu sehen, wo welcher Verstorbene zu finden ist. Es gibt eine Vielzahl von Aufgaben auf dem Friedhof, bei denen immer der aktuelle Bestandsplan als Grundlage benutzt werden sollte. Eine Aktualisierung der Daten ist möglich mit einer GPS gestützten terrestrischen Vermessung der Friedhöfe. Die bildet die Grundlage für die vorausschauende Belegung und Bewirtschaftung von Friedhöfen.

Genaue Vermessungsdaten für die Friedhofsverwaltung

Aus den Vermessungsdaten lassen sich vielfältige Erkenntnisse ziehen. Themenpläne wie beispielsweise „Ablaufende Grabrechte“ lassen sich so erstellen. Der Verwalter kann auf einen Blick sehen, wann und wo Flächen frei werden oder schon frei geworden sind. Weiterhin sind die Daten Grundlage für die Friedhofsentwicklungsplanung. Ohne Kenntnis über die genauen Flächen und Höhenlagen ist eine effektive Planung nicht durchführbar. Ein weiteres Thema ist das Baumkataster. Hier hilft die Vermessung mit exakten Angaben zum Baumstandort, zum Stammumfang und zum Kronendurchmesser. Ebenfalls eine wichtige Aufgabe auf dem Friedhof ist die Pflege des Rahmengrüns. Auch hier werden exakte Flächendaten benötigt, genau wie bei der Gebührenkalkulation. Die Grundlage zur Feststellung des Bilanzwertes (Anlagevermögen) für die Doppik und das Neue Kommunale Finanzmanagement (NKF) ist eine exakte Vermessung der unterschiedlichen Oberflächen.

Die aus der Vermessung gewonnenen Daten unterstützen den Friedhofsträger also bei seiner täglichen Arbeit. Dazu gehört das Erstellen von rechtssicheren Gebührenkalkulationen mit exakten Flächenangaben, von Arbeitsplänen zur Rahmenpflege, Leistungsverzeichnissen für Ausschreibungen an externe Dienstleister sowie zur Entwicklung von Arbeitsblättern für das eigene Personal. Mehr dazu in der Oktober-Ausgabe der Friedhofskultur ab Seite 33.