Grüne Branche

Grabgestaltung: Stauden setzen Akzente

Stauden und Gräser ziehen zunehmend auf den Friedhöfen ein. Man sieht sie häufig auf den Gemeinschaftsgrabanlagen und in den Memoriamgärten. Landschaftsarchitektin Angelika Wippermann aus Tönisvorst hatte Verwendungsgrundsätze und auch Beispiele anhand von Fotomontagen mitgebracht.

Stauden benötigen ausreichend Platz, um sich entwickeln zu können. Sie sind immer auf ihren richtigen Standort angewiesen. Stauden sollten ihrer Geselligkeit entsprechend verwendet werden. Sie sollten einzeln stehen oder als Solitär, in Gruppen oder auch flächig ausgebreitet. Stauden sehen bis zur Blüte immer ordentlich aus. Deshalb ist vor allem darauf zu achten, möglichst Herbstblüher, Dauerblüher oder Blattschmuck-Stauden einzusetzen, sagte Wippermann.

Sie bieten dann eine Vielfalt an Formen, an Blatt- und Blütenfarben und erreichen jede gewünschte Höhe. Gräser streben aufwärts, haben gegenüber Gehölzen den Vorteil einer begrenzten Höhe, sorgen aber für eine gute Struktur in den Beeten. Die Gräser setzen gerade im Winter besondere Akzente.

Wenn es besonders pflegeleicht sein soll, können Splittschüttungen oder auch vorhandene Kiesflächen mit den passenden Stauden genau das Richtige sein, beispielsweise eine acht Zentimeter Kiesschüttung mit Stauden aus dem Gebirge, von Felsen und Bodendecker darin. Die Vielfalt der Stauden und Gräser ist auf dem Friedhof gut zu nutzen und bietet Alternativen zur Wechselbepflanzung. Auch auf größeren Beeten, im Eingangsbereich oder in Gemeinschaftsanlagen passen sie gut hinein.

Wippermann zeigte als Beispiel eine Kombination für das Grab: Gaura lindheimeri, Salvia nemorosa ‘Sensation Deep Rose’, Veronica spicata ssp. incana ‘Silberteppich’, Campanula poscharskyana ‘Lisduggan’. Ein anderes Beispiel: Liatris spicata ‘Floristan Weiß’, Festuca gautierii, Iberis sempervirens ‘Zwergschneeflocke’. (fri)