Grüne Branche

Steigerung der Düngeeffizienz: Erfolge nicht kleinreden

Die Erfolge bei der Steigerung der Düngeeffizienz in den letzten 20 Jahren dürften nicht kleingeredet werden, kommentierte der Deutsche Bauernverband (DBV) den Bericht der wissenschaftlichen Beiräte zur Novellierung der Düngeverordnung.

Diese sei nach Angaben des DBV in regelmäßigen Abständen verschärft worden, entfalte nach wie vor ihre Wirkung und werde weitere Verbesserungen im Nährstoffmanagement mit sich bringen.

Zudem sei mit der im Jahr 2010 geschaffenen Verbringensverordnung das Düngerecht vervollständigt worden, indem die Vorschriften zur Dokumentation der Abgabe von Wirtschaftsdüngern zwischen Betrieben und zur Nährstoffbilanzierung verschärft wurden, heißt es beim DBV. Die Umsetzung in den Ländern erfolge derzeit.

Nicht akzeptabel sei in diesem Zusammenhang, dass die EU-Kommission eine Verlängerung der sogenannten Derogationsregelung verweigere. Die Fortsetzung dieser Regelung, bei der Betriebe mit hohem Nährstoffbedarf auf Grünland bis zu 230 Kilogramm Stickstoff pro Hektar aus Wirtschaftsdüngern decken können, dürfe nicht weiter von einer massiven Verschärfung des Düngerechtes abhängig gemacht werden, so der DBV.

Laut des Nitratberichtes 2012 von Bundesumweltministerium und BMELV werde das Qualitätsziel der Nitratrichtlinie für Oberflächengewässer in Höhe von 50 Milligramm Nitrat pro Liter an allen Messstellen eingehalten, so die Information. Zudem zeige sich an rund 89 Prozent der Messstellen des Messstellennetzes der Länderarbeitsgemeinschaft Wasser ein abnehmender Trend bei Nitratstickstoff im Oberflächengewässer.

Auch das Messnetz zur jährlichen Berichterstattung an die Europäische Umweltagentur zeige, dass an mehr als 85 Prozent der 739 gemeinsamen Grundwassermessstellen die Qualitätsnorm für Nitrat eingehalten werde. Angesichts dessen verbiete sich die Vermittlung des Eindruckes, die Landwirtschaft würde beim Thema Düngung bei Null anfangen, so die Meinung des DBV. (ts)