Grüne Branche

Grabmal-TED: Sieger verknüpft Grab mit dem Internet

Anfang Oktober werden die Gewinner des diesjährigen Grabmal-TEDs in einer offiziellen Siegerehrung prämiert, teilt die Verbraucherinitiative Aeternitas mit. Der Gewinner der diesjährigen Online-Abstimmung überzeugte mit einem innovativen Ansatz: das Grabmal einer Kölner Steinmetzwerkstatt verknüpft mittels QR-Code das Grab mit dem Internet. 

Mehr als 27 Prozent der Teilnehmer zeigten sich bei dem von der Verbraucherinitiative Aeternitas und der Fachzeitschrift Naturstein veranstalteten Grabmal-TED offen für neue Ansätze und stimmten für das innovative Grabmal mit QR-Code. Die Arbeit mit dem Titel „Das Ende des Lebens ist der Beginn der Unendlichkeit“ stammt aus der Werkstatt von Andreas Rosenkranz. Der Kölner Steinmetz- und Bildhauermeister arbeitete in eine Stele aus schwarzem Granit als gestalterisches Element ein Kreuzsymbol mit eingebettetem QR-Code ein. Die Pixelgrafik kann mit Hilfe von Smartphones oder Tablet-PCs ausgelesen und auf individuell gestaltete Trauerwebseiten oder andere im Internet hinterlegte Inhalte verlinkt werden.

Den zweiten Platz konnte in diesem Jahr Holger Ritter aus Neukirchen in Hessen für ein Gemeinschaftsgrabmal aus Belgisch Granit erringen. Auf seinen mit „Himmel und Erde“ betitelten Beitrag entfielen insgesamt 12,5 Prozent der abgegebenen Stimmen. Mit zwölf Prozent nur ganz knapp dahinter landete Henner Gräf aus Sprockhövel auf dem dritten Platz. Der Grabmal-TED-Sieger des Jahres 2010 nahm mit einem aus Marmor gestalteten Boot am diesjährigen Wettbewerb teil. In vielen Kulturen stehen Boote symbolisch für den Übergang. So glaubten die Menschen in der Antike beispielsweise daran, dass die Seele des Verstorbenen von Charon, dem Fährmann der Toten, über den Fluss Styx ins Totenreich geleitet werden muss.

Um zu zeigen, dass gute Grabmale nicht zwangsläufig teuer sein müssen, haben die Veranstalter des Grabmal-TED in diesem Jahr erstmals auch einen Sonderpreis für gute und preisgünstige Grabmale unter 2.000 Euro ausgelobt. Über die in dieser Kategorie eingereichten Grabmale konnten die Internetnutzer sowohl unter www.grabmal-ted.de als auch auf der von Aeternitas geförderten Webseite www.grabmal-portal.de abstimmen. Den Sonderpreis gewonnen hat das „ÖKOgrabmal Adam und Eva“, das von Bernd Foerster aus Homberg/Efze gestaltet wurde. In der TED-Gesamtwertung lag dieser Beitrag mit 11,8 Prozent der abgegebenen Stimmen nur ganz knapp hinter dem Drittplatzierten auf Rang vier.

Der Grabmal-TED fand in diesem Jahr bereits zum siebten Mal statt. Von März bis August konnte online abgestimmt werden, welches Grabmal am besten modernen Ansprüchen und Vorlieben genügt. Grabmalschaffende hatten insgesamt mehr als 100 Beiträge zu dem diesjährigen Wettbewerb eingereicht. Eine Jury hatte daraus im Vorfeld 30 Kandidaten für die Online-Abstimmung ausgewählt.

Anfang Oktober sollen laut Aeternitas alle diesjährigen Gewinner des Grabmal-TED im Rahmen einer offiziellen Siegerehrung ausgezeichnet werden. Die nächste Runde der Online-Abstimmung ist den Angaben zufolge bereits in Planung und soll voraussichtlich im März 2013 starten. (ts/ae)