Grüne Branche

Green living and work: Interdisziplinäres Symposium des Blumenbüro Holland

Manchmal entdecken wir an Dingen, die wir durch und durch zu kennen glauben, ganz neue Seiten. Diese "So-habe-ich-das-ja-noch-nie-gesehen"-Momente sind spannend und durchbrechen die Routine im Kopf. Ein neuer Blick auf Altvertrautes ist aber nicht nur reizvoll, er kann auch der Auslöser für eine ganze Reihe von innovativen Ideen sein. So stand es in der Ankündigung für das Symposium zu lesen. Und so war es auch am 11. und 12. Juni in Köln zu erleben. Im Mittelpunkt standen die Zimmerpflanzen. Warum allerdings der Mensch die Anwesenheit von Pflanzen als wohl-tuend empfindet und den Aufenthalt in schöner Umgebung, wie der freien Natur oder dem eigenen Garten als erholsam - auch dies wurde in einem Vortrag be- handelt - dürfte diverse Disziplinen der grünen Branche interessieren. "Green Living and Work" richtete sich demnach an alle, die im weitesten Sinne mit Zimmerpflanzen zu tun haben - Produktion, Handel, Architektur, Innengestaltung. Über die Vorträge hinaus bot das Symposium eine Plattform zum interdisziplinären Austausch. In den teilweise hochklassigen Vorträgen vor etwa 100 Interessierten wurde deutlich: Grün geht uns alle an und ist für uns alle interessant, da ist es fast egal, ob Einzelhandelsflorist oder Landschaftsgärtner. In den nächsten Ausgaben werden wir die aus unserer Sicht besten und für mehrere Berufssparten interessanten Vorträge und ihre Referenten vorstellen. Wir beginnen mit André Dekker aus den Niederlanden. Ihm und seinem jungen Unternehmen ist es gelungen, die vom Aussterben bedrohte Hawaiipalme erfolgreich zu vermarkten - und zwar gegen den Strom - und zu ihrem Schutz an ihren natürlichen Standorten beizutragen.