Grüne Branche

Grenzüberschreitende Studie: AgroFood ist starke Wirtschaftskraft

Der Niederrhein und die Süd-Ost-Niederlande werden geprägt durch eine starke Wirtschaftskraft in der AgroFood-Branche. Dies ist ein Ergebnis einer grenzüberschreitenden Studie, so die Netzwerkinitiative Agrobusiness Niederrhein in ihrer Pressemeldung. 

Christian Wagner (links) und Antoin Scholten stellen die Ergebnisse einer Studie zur Wirtschafts- und Innovationskraft im Bereich AgroFood vor. Werkfoto

Antoin Scholten, Bürgermeister der Stadt Venlo und Vorsitzender der Stichting Greenport Venlo, möchte, dass die Region grenzüberschreitend noch enger zusammenwächst, um die vorhandenen Potenziale voll nutzen zu können. Heute arbeiten am Niederrhein bereits 48.000 Arbeitnehmer im Agrobusiness, in den Süd-Ost-Niederlanden sind es 75.000. Zählt man alle Arbeitnehmer, die auch nur in Teilen ihrer Tätigkeit für das Agrobusiness arbeiten, dazu, sind es für den Niederrhein bereits 148.000 und für die Süd-Ost-Niederlande 233.000 Arbeitnehmer.

Beide Regionen haben in der Landwirtschaft, aber insbesondere im Gartenbau, eine überdurchschnittliche Entwicklung vollzogen, so die Studie weiter. Dabei ist am Niederrhein eine Spezialisierung im Zierpflanzenbau und in der Milchviehhaltung eingetreten, während sich in den Süd-Ost-Niederlanden die Schweinehaltung und die Baumschulen besonders gut entwickelt haben. Zum AgroFood zählt die gesamte Wertschöpfungskette, auch die Zulieferindustrie, die in den Süd-Ost-Niederlanden besonders stark ist. Am Niederrhein liegt das Gewicht im nachgelagerten Handel und im Ernährungsgewerbe.

Die Studie zeige, dass sich die Regionen hervorragend ergänzen und damit eine wichtige Voraussetzung für die weitere Entwicklung zu einer grenzüberschreitenden Wirtschaftsregion gegeben ist, urteilt Christian Wagner, Bürgermeister der Stadt Nettetal und Vorsitzender von Agrobusiness Niederrhein. Es sei eine Dynamik zu verzeichnen, die es zu fördern und zu unterstützen gilt und das auf ausdrücklichen Wunsch der Unternehmen. Betriebe und Fachkräfte sollten sich hier niederlassen.

Beide Bürgermeister betonen, dass ihre Region beidseits der Grenzen als attraktives Innovations- und Wirtschaftszentrum wahrgenommen werden sollte, das nicht in einer Grenzregion am Rande, sondern mittendrin liegt. Eine engere Zusammenarbeit aller Akteure in der Region sei der Weg zum Ziel. Am Niederrhein fördert Agrobusiness Niederrhein als Netzwerkinitiative diese Zusammenarbeit zwischen Gartenbau, Landwirtschaft und weiteren Unternehmen und Institutionen der Wertschöpfungskette. Das trage zum Ausbau des Technologie- und Wissensnetzwerkes auch grenzüberschreitend bei und soll weiter ausgebaut werden, so die Initiative. (ts/fri)